Sevilla kämpft um überleben: plaza fordert alles oder nichts gegen real!
Luis García Plaza hat die Marschrichtung vorgegeben: In der entscheidenden Partie gegen Real Madrid zählt nur der Sieg. Nach einer turbulenten Saison steht Sevilla vor der Chance, die Klasse zu sichern – doch die Nerven liegen blank. Der Trainer mahnt zur Besonnenheit, fordert aber gleichzeitig maximale Entschlossenheit.
Die balance zwischen erholung und intensität
48 Stunden bleiben Plaza, um die optimale Aufstellung zu finden. Die Spieler sind angeschlagen, die Belastung der letzten Wochen macht sich bemerkbar. „Es ist noch viel Arbeit nötig“, räumte Plaza ein. „Einige Spieler sind einfach platt. Castrín beispielsweise hat nach dem Villarreal-Spiel noch keine vollständige Erholung gezeigt.“ Er deutete an, dass es Veränderungen geben wird, betonte aber, dass er sich auf einen Kern von 14 bis 15 Spielern verlassen kann. Überraschungen sind unwahrscheinlich, aber die Entscheidung, wer in der Offensive und in der Verteidigung zum Einsatz kommt, wird er erst morgen treffen.

Mentalität und der „manicomio“
Plaza betonte, dass die Situation ernst ist und die Spieler sich dessen bewusst sind. „Als Trainer kommt man, wenn es nicht läuft“, erklärte er. „Ich habe versucht, die Spieler kennenzulernen, ihre Persönlichkeiten zu verstehen. Das hilft mir, das Beste aus ihnen herauszuholen.“ Er wies darauf hin, dass die Zeit am Fernseher nicht mit der Arbeit auf dem Trainingsplatz vergleichbar ist. „Wir sind noch nicht gerettet“, mahnte er. „Bis wir es sind, ist mein Fokus einzig und allein auf das Spiel gegen Real Madrid. Wir wollen unser Stadion wieder zum ‚Manicomio‘ machen – zu einem Hexenkessel, der den Gegner einschüchtert.“

Angst und taktische finesse
„Die Spieler werden sich nicht zurückhalten“, versicherte Plaza. „Manchmal denkt man, dass Verluste auf mangelnde Konzentration zurückzuführen sind, während Siege auf Höchstleistungen beruhen. Aber es gibt auch taktische Aspekte. Gegen Villarreal haben wir beispielsweise durch gutes Spiel den Sieg gedreht.“ Er betonte, dass es nicht immer nur um Intensität geht, sondern auch um taktische Klugheit und die Qualität der Spieler. Die Angst vor dem Abstieg habe die Mannschaft zu Höchstleistungen getrieben, und die Fans hätten eine unglaubliche Unterstützung geleistet. „Am Sonntag muss es genauso sein“, forderte er.
Romero, marcao und die jungen wilden
Isaac Romero sei wieder besser, obwohl er im letzten Spiel zu früh an seine Grenzen gestoßen sei. „Er ist verfügbar, vielleicht nicht für das gesamte Spiel, aber er kann eingesetzt werden.“ Marcao hingegen konnte lediglich ein Aufwärmen absolvieren und steht ihm nicht zur Verfügung. „Ich bin froh, dass er bei der Mannschaft ist, er ist einer unserer Kapitäne“, sagte Plaza. Akor Adams habe gegen Espanyol und zuletzt eine sehr gute Leistung gezeigt. „Ich hoffe, er kann diese Form beibehalten und noch einige Tore schießen.“ Die jungen Spieler wie Juanlu, Castrín, Kike und Oso hätten einen wichtigen Beitrag geleistet und würden mit dem Team wachsen. „Ich habe keine Angst, junge Spieler einzusetzen. Alexis gibt uns alles, was wir brauchen.“
Ein blick nach vorn
„Wir haben keine Chance auf mehr als den Sieg gegen Real Madrid“, stellte Plaza klar. „Mein Fokus liegt auf dem täglichen Geschäft und der Sicherung unseres Ziels. Als ich hier anfing, dachte man, drei Siege würden reichen, aber das ist nicht der Fall. Wir müssen weiter hart arbeiten.“ Er betonte, dass die Fans eine entscheidende Rolle spielen und dass die Mannschaft alles dafür geben muss, um den Klassenerhalt zu sichern. „Die Spieler haben nach der Niederlage gegen Osasuna geweint – das zeigt, dass sie Herz haben und es ihnen leid tut. Wir müssen an uns glauben und hartnäckig bleiben.“
Die Wahrheit ist: Sevilla steht vor einer Zitterpartie. Aber mit der Entschlossenheit von Plaza und der Unterstützung der Fans könnte ein Wunder geschehen. Die Frage ist nicht, ob sie es schaffen, sondern wie sie kämpfen werden.
