Sevilla entlässt pimienta: chaos am rhein?

Schock in Sevilla! Nur wenige Tage nach dem Saisonende hat der Andalusische Verein die Dienste von Trainer Francisco Javier García Pimienta zur Seite gelegt. Eine Entscheidung, die die Frage aufwirft, ob die Verantwortlichen den Abstiegskampf der Vorsaison tatsächlich hinter sich gelassen haben.

Die achterbahnfahrt unter pimienta

Die achterbahnfahrt unter pimienta

García Pimienta übernahm das Ruder unter schwierigen Bedingungen und stabilisierte das Team in einer turbulenten Saison. Doch die jüngsten vier Pleiten gegen Athletic Bilbao, Betis Sevilla, Atlético Madrid und Valencia waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Sevilla rangierte zwar mit 36 Punkten auf dem 14. Platz und war somit sieben Zähler vor dem direkten Abstiegsgespenst, doch die Chancen auf die Qualifikation für die Conference League oder die Europa League schmolzen dahin – Pimienta selbst verwies in der Sendung „La Pizarra de Quintana“ auf die Parität mit den europäischen Rängen und den knappen Rückstand auf die Europa League.

Die Trainerfluktuation im Ramón Sánchez-Pizjuán ist in den letzten Jahren alarmierend. Seit dem Abschied von Julen Lopetegui konnte kein Coach mehr eine komplette Saison überstehen. José Luis Mendilibar wurde nach acht Spieltagen entlassen, Diego Alonso blieb punktlos in acht Partien, und Quique Sánchez Flores rettete das Team mit einer Leistung, die zwar ausreichte, aber eben auch alles andere als überzeugend war. Die Verantwortlichen scheinen in einem Teufelskreis gefangen.

Die Statistiken unter García Pimienta zeigen ein differenziertes Bild: 58 Prozent der Spiele wurden tatsächlich punktiert – ein Wert, dem nur Quique Sánchez Flores in der Saison 2022/23 (54,5 Prozent) nahekam. Allerdings trübt die frühe K.O.-Runde im Copa del Rey gegen Almería das Gesamtbild. Eine Saison, die bis zu seinem Aus durchaus als gelungen bewertet werden konnte, endet nun abrupt und mit großer Unsicherheit.

Der Nachfolger, Joaquín Caparrós, konnte in seinen fünf Spielen lediglich fünf von 21 Punkten erringen und katapultierte das Team gefährlich nahe an die Gefahrenzone. Die Fans bangen nun um den Klassenerhalt in der kommenden Saison.

Die Entscheidung, Pimienta zu entlassen, wirft ein schlechtes Licht auf die strategische Planung des Vereins und deutet auf eine tieferliegende Instabilität hin. Ob Caparrós die Kurve kriegen kann, bleibt abzuwarten – die Zeichen stehen jedoch nicht gut.