Sevilla: eigentümerwechsel in gefahr – ramos spielt nur noch nebenrolle
Der FC Sevilla steht vor einem eigentümerwechsel, doch die Verhandlungen scheinen ins Stocken zu geraten. Die angespannte sportliche Lage des Vereins wirft einen langen Schatten auf die Verhandlungen, während gleichzeitig die Details eines möglichen Deals zwischen Five Eleven Capital und Sergio Ramos feinschliff werden.

Der deal könnte platzen, wenn sevilla absteigt
Ein entscheidender Faktor in den Verhandlungen ist der mögliche Abstieg des FC Sevilla in die Segunda División. Sollte dies eintreten, würde das Angebot von Five Eleven Capital und Sergio Ramos um mehr als 100 Millionen Euro sinken – ein Rückschlag von 25 Prozent. Laut Informationen von ABC de Sevilla wurde dieser Punkt bereits bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung (LOI) vereinbart, in der der Wert des Vereins, inklusive einer Nettoverschuldung von 88 Millionen Euro, auf rund 450 Millionen Euro geschätzt wurde, was einem Preis von 3.500 Euro pro Aktie entsprach.
Die aktuelle Bewertung würde dann auf knapp 2.500 Euro pro Aktie fallen, doch die bisherigen Eigentümer wären nicht mehr in der Lage, einen Rückzug zu vollziehen, sollten die Käufer an dem Deal festhalten. Diese Zahlen sind natürlich Schätzungen, da die sogenannte Due Diligence – eine umfassende Prüfung der finanziellen Situation des Clubs durch Five Eleven Capital – noch läuft.
Was bislang übersehen wurde: Die Käufer analysieren die Bilanzen des Vereins auf Herz und Nieren, klären offene Zahlungen und mögliche Rechtsstreitigkeiten ab, bevor sie ein endgültiges Angebot mit konkreten Zahlen abgeben. Die Frage, wie das Kreditparticipationsabkommen mit LaLiga von CVC behandelt wird – als Schulden oder als Vermögenswert – ist ein weiterer Knackpunkt, der in den kommenden Gesprächen diskutiert werden muss. Beträge, die primär für die Verbesserung der Infrastruktur der Clubs vorgesehen sind, spielen hier eine wichtige Rolle.
Sergio Ramos, einst ein zentraler Akteur in diesem Drama, tritt nun in den Hintergrund. Nach seiner Teilnahme an der ersten Verhandlungsrunde lässt er sich in der andalusischen Hauptstadt, inmitten von Semana Santa und der Maestranza, seltener sehen. Er scheint der festen Tradition treu zu bleiben und dem Trubel der Verhandlungen zu entkommen.
Die Situation ist flüchtig. Die finanzielle Gesundheit des FC Sevilla und die damit verbundene Wertminderung im Falle eines Abstiegs könnten den Deal gefährden. Es bleibt abzuwarten, ob die Verhandlungen trotz dieser Hindernisse erfolgreich abgeschlossen werden können. Der FC Sevilla steht am Scheideweg – und die Fans bangen um die Zukunft ihres Vereins.
