Sevilla bangt in oviedo: ein fluch verfolgt die nervionen!
Ein Schauer läuft den Sevilla-Fans den Rücken herunter: Am Sonntag (18:30 Uhr) gastiert das Team von Luis García Plaza im Carlos Tartiere in Oviedo – einem Ort, der für die Andalusier seit Jahrzehnten zum Albtraum geworden ist. Der Abstiegskampf des Tabellenletzten Oviedo macht die Aufgabe keineswegs leichter.
Ein historischer hexenkessel
Seit mehr als 26 Jahren pilgern die Nervionen ins Carlos Tartiere, und die Bilanz ist alles andere als rosig. Von 40 Spielen konnte Sevilla lediglich sieben für sich entscheiden, während drei der letzten vier Besuche in einer bitteren Niederlage endeten. Und dann die beiden traumatischen Abstiegstage: 1997 und 2000. Diese Erinnerungen sind tief in den Genen der Anhänger verankert.
José Miguel Prieto, ein ehemaliger Sevilla-Spieler (1989-2003), der in beiden desaströsen Jahren auf dem Platz stand, blickt mit gemischten Gefühlen zurück. „Meine Zeit in Oviedo war lange positiv“, erklärt Prieto gegenüber EFE, „aber dann erlebte ich dort eine der schwierigsten Phasen, sowohl persönlich als auch als Mannschaft.“
Er erinnert sich schmerzhaft an den Tag im April 1997, als der endgültige Abstieg besiegelt wurde: „Ein 0:1, ein Tor in letzter Minute. Eine unglaublich schmerzhafte Erfahrung.“ Drei Jahre später folgte eine weitere Demütigung mit einer 2:4-Niederlage, wobei Prieto in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. „Aus diesen Erfahrungen ziehen wir viel Kraft“, so der Ex-Verteidiger, „das hat uns schließlich zum Aufstieg im Jahr 2001 beflügelt.“
Die Vergangenheit lastet schwer, aber Prieto betont auch die positiven Aspekte: „Die anderen Spiele in Oviedo haben mir gute Erinnerungen beschert. Es ist eine fußballbegeisterte Stadt.“ Die Rückkehr des Vereins in die erste Liga begrüßte er daher mit Freude.
Die letzte Sevilla-Erfolg in Oviedo liegt bereits 30 Jahre zurück, in der Saison 1995/96. Ein dramatisches 3:2 gegen Oviedo, erzielt durch einen Doppelpack von Rafa Paz und einen Treffer von Monchu, rettete die Nervionen damals vor dem Abstieg. Ein Sieg, der nun dringend wiederholt werden muss, denn der Druck auf Trainer García Plaza ist spürbar. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen.

Die herausforderung für garcía plaza
Luis García Plaza steht vor einer enormen Aufgabe. Nicht nur die historische Bilanz des Carlos Tartiere ist beunruhigend, sondern auch die Notwendigkeit, die Abwärtsspirale zu durchbrechen und den Abstiegskampf zu stabilisieren. Ob er es schafft, den Fluch zu brechen und doch noch einen Punkt aus Oviedo mitzunehmen, bleibt abzuwarten.
Die Reise nach Oviedo ist mehr als nur ein Spiel; sie ist eine Prüfung für den Charakter und die Entschlossenheit des gesamten Teams. Ein Sieg wäre nicht nur ein wichtiges Signal im Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch ein Zeichen dafür, dass Sevilla seine Vergangenheit endlich hinter sich gelassen hat.
