Serie c-krise eskaliert: trapani droht lizenz-entzug, siracusa auf talfahrt
Die italienische Serie C bekommt den nächsten Einschlag: Trapani muss bis zum 31. März bangen, Siracusa schon heute mit fünf Minuspunkten leben. Das TNFG (Tribunale Nazionale di Football) verschob am Mittwoch die Entscheidung über das Verfahren gegen die Sizilianer, weil es zuerst das Bundesgericht am 30. März zu einem Einspruch des Klubs hören will. Der Club von Präsident Giuseppe Antonini war am 5. März wegen wiederholter Steuerschulden angezeigt worden – konkret fehlten zwei Raten IRPEF und INPS, fällig August und September 2025.
Trani setzt auf steuerstundung – richter prüfen haltbarkeit
Verteidigung und Anklage streiten über dieselbe Streitsumme: knapp 600.000 Euro. Trapani legte eine Aussetzungsverfügung vor, die eine regionale Steuerkommission erlassen hatte. Die Staatsanwaltschaft der FIGC hält das für unzureichend und fordert erneut den sofortigen Ausschluss aus der laufenden Saison. Das Gericht will nun prüfen, ob die Steuerstundung den Lizenzanspruch rettet oder nur ein Papier-Tiger ist.
Siracusa dagegen kassierte das erwartete weitere Minus-Fünf. Die Ost-Sizilianer hatten IRPEF- und INPS-Raten für November und Dezember 2025 verschlafen – und das trotz eines bereits vorhandenen Minus-Sechs auf dem Konto. Die neue Strafe versenkt Turatis Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz der Gruppe C. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt jetzt acht Punkte.

Die lizenz-hängepartie kostet spieler, fans und sponsoren
Für Trapani geht es um mehr als Punkte: Ohne gültige Lizenz droht der sofortige Zwangsabstieg in die Dilettanten-Serie D. Das würde den Klub um Fernsehgeld (ca. 900.000 Euro Saison-Slice) und Sponsoreneinnahmen (rund 1,2 Millionen) bringen. Die Spieler stehen vor der Frage, ob sie März-Gehälter überhaupt erhalten; die Antwort steht im Raum, weil die Hausbank die Gehaltsgarantien bis zur Lizenzklärung einfrieren will.
Die Liga selbst steckt in einem Dilemma. Einerseits will sie ihre Finanzregularien durchsetzen, andererseits riskiert sie, dass zwei Profi-Standorte binnen einer Woche zusammenbrechen. Dieses Szenario würde den Spielplan zerreißen: In der Gruppe C sind 18 Klubs, bei zwei Ausfällen blieben 16 übrig – genug für eine Meisterschaft, aber ein Imageschaden ohne Beispiel.
Nächste Woche entscheidet sich also, ob Trapani Geschichte schreibt – oder in ihr versinkt. Die Uhr tickt. Die Schulden ticken lauter.
