Sensationswechsel in balaton: almansa schnappt sich die pole!

Ein unglaublicher Triumph für David Almansa: Der Spanier sicherte sich in Balaton Park die Pole-Position für den Moto3-Grand Prix von Ungarn – und das nach einem Krankenhausaufenthalt in Florenz! Ein Comeback, das seinesgleichen sucht und die Konkurrenz in den Schatten stellt.

Dramatische qualifikation geprägt von stürzen und ausfällen

Dramatische qualifikation geprägt von stürzen und ausfällen

Die Hitze lag nicht nur in der Luft, sondern auch auf der Strecke. 24 Grad Celsius Umgebungstemperatur und satte 43 Grad Asphalttemperatur forderten Mensch und Maschine. Schon die Q1 sorgte für Aufsehen: Brian Uriarte, der Sieger von Mugello, mischte im Kampf um die letzten Startplätze mit, ebenso wie Danish, der in Italien dank des Ausfalls Almansas die Pole erben musste. Doch der Tag sollte für ihn kein glücklicher werden.

Buchanan verabschiedete sich früh mit dem zehnten Ausfall der Saison von seinen Hoffnungen. Während die Teams in der Boxengasse rackerten, um die Reifen optimal vorzubereiten, kämpften Uriarte, Ríos, Cruces und Danish darum, den Sprung in die Q2 zu schaffen. Joel Esteban nutzte die Gunst der Stunde und zeigte eine beeindruckende Einzelleistung.

Anders als in Mugello spielten die Windschattenzüge in Balaton eine untergeordnete Rolle. Doch Buchanan verbesserte sich kontinuierlich und sicherte sich letztendlich einen Platz im Finale. Die Ergebnisse der Q1 waren eindeutig: Uriarte, Ríos, Buchanan und Cruces waren für die Top 14 qualifiziert. Hinter ihnen folgten Danish, Esteban, Ogden, O’Shea, Mitani, Yamanaka, Carraro und Rammerstorfer.

Die Q2 begann dramatisch: Quiles verlor seine erste schnelle Runde aufgrund einer Fahrfehler, während sich O’Gorman in Kurve 5 schwer verletzte, jedoch glücklicherweise unverletzt blieb. Ríos, der dicht hinter Quiles fuhr, verlor die Kontrolle über sein Motorrad und erlitt einen heftigen Highside – ein schmerzhafter Moment für den jungen Spanier. Auch Pini kam im Verlauf der Qualifikation zu Fall.

Quiles übernahm die Führung, doch auch er sah sich aufgrund von gelben Flaggen gezwungen, seine Runde abzubrechen. David Muñoz, Almansas Teamkollege, schien kurzzeitig in Schlagdistanz zu sein, doch er erlitt ebenfalls einen Highside, der dem von Ríos ähnelte. Almansa hingegen konnte seine Runden konzentriert absolvieren – zumindest am Anfang. Später wurde ihm eine Abkürzung in Kurve 10 vorgeworfen, was zu einer Strafe führte.

Quiles isolierte sich an der Spitze und nutzte jede Gelegenheit, um seine Position zu festigen. Uriarte hielt dagegen, doch als die Teams zu den Reifenwechseln kamen, hatten nur wenige Fahrer einen feststehenden Wert, da die gelben Flaggen und Stürze immer wieder für Unterbrechungen sorgten. Almansa zeigte erneut seine Entschlossenheit und übernahm die Führung. Muñoz, der sich nach einem Besuch im Medical Center zurückkämpfte, brachte es zeitlich nicht, eine Runde abzusolvieren.

Im finalen Anlauf konnte Quiles seine Leistung nicht mehr steigern und musste die Pole-Position abgeben. Almansa feierte einen triumphalen Sieg – ein unglaubliches Comeback nach seiner schweren Erkrankung und dem Krankenhausaufenthalt in Florenz. Er hatte bereits in Mugello die Pole geholt, musste aber aufgrund einer Mandelentzündung das Rennen auslassen. Die IntactGP-Mannschaft kann stolz auf diese Leistung sein. Ríos konnte zumindest noch eine schnelle Runde fahren und sicherte sich den fünften Platz. Carpe hingegen sah seine Runde aufgrund einer Berührung mit der Strecke ungültig erklärt.

Die Entscheidung ist gefallen: David Almansa startet morgen von der Pole-Position. Ein Beweis dafür, dass Leidenschaft und unbändige Willenskraft Berge versetzen können.