Sensation in valladolid: spanien schlägt fiji – und tanzt mit den besten!
Ein furioser Tag für den deutschen Rugby-Nachwuchs in Valladolid! Die deutsche Auswahlmannschaft hat in den Welt-Siebener-Finals eine Überraschung gelandet und den ungeschlagenen Tabellenführer Fiji mit 14:12 bezwungen. Ein historischer Erfolg, der den Weg für das Team von Paco Hernández in die besten acht Teams ebnet.

Frauen greifen nach dem aufstieg in die eliteserie
Auch die Damen um Maria Ribera können stolz sein: Mit einem klaren 26:0-Sieg gegen Großbritannien sicherten sie sich ebenfalls einen Platz unter den Top Acht und katapultieren sich damit in aussichtsreicher Position in Richtung der höchsten Spielklasse. Der Traum vom Aufstieg ist näher als je zuvor.
Der zweite Spieltag gestaltete sich jedoch nicht für beide Mannschaften gleichermaßen erfolgreich. Während die Damen gegen die Black Ferns Neuseelands trotz eines mutigen Kampfes mit 33:7 unterlagen, verpassten die Männer knapp den Einzug ins Halbfinale gegen Südafrika, die Generaltabellenführer. Nach einer dominanten ersten Halbzeit mit einem beruhigenden 12:0 führten sie die Partie letztendlich mit 12:14 ab. Wie Paco Hernández treffend bemerkte: „Das ist das hohe Niveau. Jeder Fehler wird hier gnadenlos bestraft.“
Ein Schlüsselmoment war die unglückliche Kombination aus zwei kurzen Abstimmungsfehlern in der Defensive, die Südafrika den umstrittenen Sieg bescherte. Spanien muss sich am Sonntag im Kampf um den fünften Platz gegen Neuseeland beweisen. Der Sieg gegen Fiji wurde vor allem durch die herausragenden Leistungen von Jaime Manteca mit zwei Toren, die Coscolluela und Ramos erfolgreich verwandelten, ermöglicht. Die deutsche Verteidigung hielt dem Angriff der Polynesier stand – und das gegen ein Team, das traditionell zu den olympischen Podestplätzen gehört – und Pol Pla steuerte das Spiel mit großer Übersicht.
Das Damen-Team startete mit einem Paukenschlag in den Tag, als sie Großbritannien mit 26:0 demütigten. Olivia Fresneda, Denisse Gortázar, Carmen Miranda und María Calvo trafen für Spanien, während Juana Stella und Miranda mit ihren gelungenen Erdstößen für weitere Punkte sorgten. Auch sie kämpfen am Sonntag um den siebten Platz gegen Fiji.
Die Atmosphäre im Stadion von Zorrilla war elektrisierend: Rund 10.000 Zuschauer, darunter zahlreiche internationale Fans, sorgten für eine beeindruckende Kulisse. Das zeigt: Der Rugby-Sport erlebt in Spanien einen beispiellosen Aufschwung. Die Halbfinalspiele der Damen zwischen Neuseeland und Australien sowie Kanada und den USA versprechen ebenso spannende Duelle wie die Herrenspiele zwischen Fiji und Australien sowie Südafrika und dem argentinischen Gastteam aus Valladolid. Die Entwicklung ist unaufhaltsam: Der deutsche Rugby-Sport schreibt Geschichte!
