Sensation in mailand: 16-jähriger sturmfuchs debütiert!

Ein Ausbruch von biblischen Ausmaßen erwartet die SS36 am Freitagnachmittag: Mattia Mosconi, ein 16-jähriger Stürmer, dessen Torquote in den Jugendmannschaften der Inter nur mit Legenden wie Pippo Inzaghi verglichen werden kann, wird heute Abend im San-Siro-Stadion auf die Nerazzurri-Fans treffen. Die Fans aus Grosio, seinem Heimatort, pilgern bereits nach Mailand.

Ein talent, das die liga erobern könnte

Ein talent, das die liga erobern könnte

Mosconi, dessen Vater akribisch jede seiner Torserien auf dem Smartphone festhält – die Zahl soll sich auf über 800 Treffer belaufen – ist in Grosio bekannter als der Bürgermeister. Der junge Mann, der bereits bei einem Turnier in Legnano das Inter-Scoutingteam mit 29 Toren in fünf Spielen beeindruckte, hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Die Entfernung von Grosio nach Mailand – rund 250 Kilometer – stellt zwar eine logistische Herausforderung dar, doch Mosconi jongliert geschickt mit Schule, Autofahrten und intensivem Training.

Seine erste Bewährungsprobe im Herrenbereich erlebte er am 29. Oktober gegen die Fiorentina. Und auch in der Youth League und im Supercup gegen Cagliari hat er bereits seine Torinstinkte bewiesen. Trainer Andrea Zanchetta äußerte sich seinerzeit überzeugt: “Er ist bereit für den großen Sprung.” Ein Sprung, der ihn nun näher an die Profiabteilung bringen könnte.

Mosconi, der sich bei den Freunden ‘Chacharito’ nennen lässt, ist ein vielseitiger Angreifer: Er agiert als Mittelstürmer, Flügelspieler und sogar als hängende Spitze. Seine Schnelligkeit und sein niedriger Körperschwerpunkt machen ihn zu einem Unberechenbaren, der die gegnerische Abwehr vor große Probleme stellt. Besonders im Zusammenspiel mit einem physisch starken Stürmer wie Pio Esposito könnte er seine Stärken optimal einsetzen.

Seine Erfolge beschränken sich nicht nur auf Inter. Als Kapitän führte er die italienische U17 im vergangenen Jahr zum Sieg bei der Europameisterschaft in Zypern. Er nahm auch an der U20-Weltmeisterschaft in Chile teil, wo er allerdings eine bittere Niederlage gegen die USA hinnehmen musste. Nun steht die Qualifikation für die Europameisterschaft U19 in Wales an – ein weiteres Ziel, das er mit voller Kraft verfolgt. Und heute Abend, egal ob er auf dem Platz steht oder nicht, genießt er die Atmosphäre im San Siro – eine kleine, große Freude.

Die Zukunft liegt noch vor ihm, doch eines ist klar: Mattia Mosconi ist ein Name, den man sich merken sollte. Seine Reise vom kleinen Bergdorf Grosio in die Welt des Profifußballs ist erst am Anfang, aber seine Entschlossenheit und sein Talent lassen auf eine glänzende Karriere hoffen.