Sennhenn räumt auf: haie feiern wildes playoff-debakel!
Köln – Drama, Verspätung und dann der Sieg: Jan Luca Sennhenn, der Mann der Stunde, schrieb in der Nacht auf Freitag DEL-Geschichte. Die Kölner Haie schlugen die Schwenninger Wild Wings nach über drei Stunden Spielzeit mit 2:1 und sicherten sich damit den Einzug ins Halbfinale – dank eines Last-Minute-Tors von Sennhenn, der den Tag offenbar mit einer kleinen Panne begann.

Ein start in die katastrophe – ein ende im siegtor
Der Vorfall am Morgen sorgte für Gesprächsstoff: Sennhenn fehlte überraschend beim Teammeeting. Eine Verwechslung bei der Uhrzeit sorgte für seine Verspätung, wie der Verteidiger bei MagentaSport erklärte. „Es war eine kleine Verwechslung in der Gruppe: Auf dem Plan stand 10 Uhr, und dann kam nachträglich noch eine Nachricht, dass um 9 Uhr Treffpunkt ist. Deshalb war ich etwas spät“, so Sennhenn mit einem Grinsen. Trainer Kari Jalonen nahm die Sache mit Humor: „Vielleicht braucht er ein bisschen mehr Schlaf.“
Doch diese kleine Unachtsamkeit schien dem Spieler am Ende gar nicht zu schaden. Im siebten längsten Spiel der DEL-Geschichte, nach unglaublichen 103:37 Minuten, hielt Sennhenn die Haie mit einem Schuss von der blauen Linie im Spiel. Torwart Joacim Eriksson war machtlos. „Ich schieße nicht allzu viele Tore“, gestand Sennhenn, „aber anscheinend die wichtigen.“ Nur sein zehnter Treffer in 306 DEL-Spielen – einer, der in die Geschichte eingehen wird.
Die Partie war ein Kampf von der ersten Minute an, ein Spiegelbild der Intensität der Playoffs. Beide Teams zeigten Kampfgeist und Willen, doch erst Sennhenns Präzision brachte den Sieg für Köln. Die Wild Wings um Eriksson, der eine herausragende Leistung zeigte, konnten dem Schockmoment nichts entgegen setzen. Die Haie, getrieben von der Energie ihrer Fans, haben sich damit eine weitere Runde in den Playoffs verdient.
Die DEL-Historie wird diesen Abend als eines der denkwürdigsten in Erinnerung behalten. Nicht nur wegen der langen Spielzeit, sondern auch wegen der unerwarteten Heldentat von Jan Luca Sennhenn, dessen Verspätung am Morgen scheinbar der Schlüssel zum Sieg war. Ein ironisches Schicksal, das den Sport so einzigartig macht.
