Seiwald vor bayern-spiel: vertrauen, konstanz und die suche nach dem ersten rb-tor

Seiwald: selbstbewusst vor dem pokal-duell mit bayern

Vor dem anstehenden Pokalspiel gegen den FC Bayern München hat sich Nicolas Seiwald im Gespräch mit Sport1 über seinen Durchbruch bei RB Leipzig, das Vertrauen des Trainers Ole Werner und seine Rolle im Mittelfeld geäußert. Der 24-jährige Österreicher wirkt ruhig, reflektiert und bodenständig, dennoch überraschend klar und selbstbewusst.

Die demütigung gegen bayern als motivation

Die demütigung gegen bayern als motivation

Die klaren Niederlagen gegen Bayern in der Liga (0:6 und 1:5) sind noch frisch im Gedächtnis. Seiwald ist jedoch optimistisch: „In der ersten Halbzeit des Rückspiels haben wir gezeigt, dass wir auf sehr hohem Niveau mithalten können. Wir haben gesehen, dass wir den Bayern durchaus gefährlich werden können – daran glauben wir.“

Vertrauen als schlüssel zum erfolg

Seiwald betont die Bedeutung des Vertrauens, das ihm der Trainer entgegenbringt. „Es ist mir in dieser Saison gelungen, so richtig durchzustarten. Ich habe viel Vertrauen vom Trainerteam gespürt und versuche, das mit Leistung zurückzuzahlen.“ Besonders das 4-3-3-System und die klare Rollendefinition durch Ole Werner hätten ihm geholfen, seine Leistung abzurufen.

Wie äußert sich das vertrauen konkret?

„Vor allem durch die Art, wie er mich aufstellt und mir nach den Spielen Feedback gibt. Ich kann frei spielen und Entscheidungen treffen. Dieser Rückhalt gibt mir Freiheit auf dem Platz – und genau dieses Gefühl ist Gold wert“, erklärt Seiwald. Er fügt hinzu, dass er früher zwar keine Angst, aber durchaus den Wunsch hatte, spielen und sich beweisen zu können.

Sicherheit trotz internationaler konkurrenz

RB Leipzig investiert regelmäßig in neue Mittelfeldspieler. Wie sicher fühlt sich Seiwald angesichts dieser Konkurrenz? „Dass der Klub immer Augen und Ohren offen halten muss, ist klar. Mir geben die tägliche Arbeit und meine Rolle aktuell die nötige Sicherheit. Am Ende zählt immer die Leistung, egal, wer kommt oder geht.“

Die rolle des „unsichtbaren profis“

Der Sechser ist oft ein unauffälliger, aber wichtiger Bestandteil einer Mannschaft. Seiwald beschreibt, was ein gutes Spiel für ihn ausmacht: „Wenn wir wenig Chancen zulassen. Der Sechser klärt viele Angriffe oft schon im Vorfeld. Mit Ball Akzente setzen, Stabilität bringen, immer als Absicherung da sein – das gibt den Vorderleuten Sicherheit.“

Ein vorbild: willi orban

Seiwald schätzt seine Rolle als „unsichtbarer Profi“ und betont, dass er sich nicht im Rampenlicht bewegen muss. Er nennt Willi Orban als Vorbild: „Er ist auf dem Platz nicht der Lauteste, geht aber seit Jahren mit Leistung voran. Er ist der Fels in der Brandung. Es braucht nicht viele Worte, Taten zählen.“

Der rekord von beckenbauer und die familiäre unterstützung

Seiwald hat die Möglichkeit, den Rekord von Franz Beckenbauer (60 Startelfeinsätze in Serie für Deutschland) einzustellen. Er nimmt das medialen Interesse gelassen: „Das ist schon krass. Beckenbauer war eine Legende. Klar denkt man darüber nach, aber am Ende zählt nur die Leistung.“ Er betont auch die Bedeutung seiner Familie für seinen Erfolg und seinen Ausgleich zum Fußball.

Der traum vom europapokal und dem ersten rb-tor

Auf die Frage nach seinen Zielen für die Zukunft antwortet Seiwald: „Am liebsten etwas über die Mannschaft, dass wir kommende Saison wieder europäisch spielen, ‚Seiwald schießt RB nach Europa‘ – das wäre nicht schlecht (lacht).“ Und er fügt hinzu: „Mein erstes Tor für RB wäre auch eine Schlagzeile, die ich gerne lesen würde.“