Seiwald feiert jubiläum – und plant zukunft in leipzig und bei der wm
Nicolas Seiwald blickt auf ein stolzes Kapitel in seiner Karriere zurück: 100 Pflichtspiele für RB Leipzig. Doch der österreichische Mittelfeldspieler ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern fokussiert sich klar auf die anstehenden Herausforderungen – sowohl im Verein als auch bei der Weltmeisterschaft in den USA.
Ein rückblick auf drei jahre in rot und weiß
In einer Medienrunde am Dienstag nahm Seiwald die Gelegenheit, seine bisherige Zeit bei RB Leipzig Revue passieren zu lassen. Der Wechsel im Sommer 2023 für 20 Millionen Euro vom FC Salzburg war ein Statement, und die Erwartungen waren hoch. Anfangs hatte er es schwer, sich gegen etablierte Kräfte wie Schlager, Kampl und Haidara durchzusetzen. Doch er biss sich durch und hat sich zu einem unverzichtbaren Zahnrad im Leipziger Spiel entwickelt.
Seine Entwicklung ist bemerkenswert. 31 von 32 Pflichtspielen in der Startelf, 2377 Einsatzminuten in der Liga – Zahlen, die seine wachsende Bedeutung für die Mannschaft unterstreichen. „Es war eine Entwicklung in die richtige Richtung, konstant und Schritt für Schritt“, so Seiwald selbst.
Besonders beeindruckend ist seine Vielseitigkeit. Trainer Marco Rose hatte ihn zunächst im defensiven Mittelfeld eingeplant, doch Seiwald bewies, dass er auch in der Innenverteidigung eine tragende Rolle spielen kann. Das zeigte sich bereits in Bremen, wo er nach der Auswechslung von Lukeba aushelfen musste. „Meine Aufgabe ist ohnehin, die Drecksarbeit zu erledigen und den Laden sauber zu halten“, sagt er bescheiden, auch wenn er sich auf der Sechs wohler fühlt.

Die wm-vorbereitungen und die rolle unter rangnick
Doch nicht nur im Verein blickt Seiwald in eine vielversprechende Zukunft. Auch in der österreichischen Nationalmannschaft hat er sich unter dem ehemaligen RB-Trainer Ralf Rangnick einen festen Platz erobert. Rangnick, der ihn schon immer hoch schätzte, lobte ihn erst vor Kurzem nach dem 5:1-Sieg gegen Ghana: „Nici hat nochmal einen großen Schritt gemacht. Dass er defensiv einer unserer zuverlässigsten Spieler ist, war eh schon klar. Jetzt aber hat er auch mit Ballbesitz enorm zugelegt.“
Seiwald schätzt die Unterstützung durch Rangnick sehr: „Er hatte schon einen großen Einfluss, weil er immer an mich geglaubt und mir vertraut hat.“ Die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA wird für ihn die erste sein, und er blickt optimistisch auf die Herausforderung. „Jetzt, nach dem März-Lehrgang habe ich ein gutes Gefühl. Wir haben ein gutes Team, auch ein gutes Teamgefüge.“
Allerdings muss der Kader noch einige personelle Veränderungen verkraften. Lukeba fällt für das Spiel gegen Mönchengladbach am Samstag aus, Baku erlitt in Bremen einen Schlag, sollte aber rechtzeitig fit sein. Gruda hingegen kämpft mit Adduktorenbeschwerden, sodass sein Einsatz fraglich ist. Seiwald wird voraussichtlich in die Innenverteidigung rücken.
Trotz seines beeindruckenden Aufstiegs sieht sich Seiwald noch lange nicht am Zenit. „Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende“, stellt er klar. Mit seiner Vielseitigkeit, seinem Kampfgeist und der klaren Zielsetzung wird er auch in Zukunft eine wichtige Rolle sowohl bei RB Leipzig als auch in der österreichischen Nationalmannschaft spielen.
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