Seimen: vom dfb-vorbild neuer zu paderborns aufstiegskampf
Dennis Seimen, der Shootingstar des SC Paderborn, spricht im exklusiven Gespräch mit Sport1 über seine beeindruckende Entwicklung, die Schatten des Vorbilds Manuel Neuer und die ehrgeizigen Ziele in der 2. Liga. Der junge Torwart, gerade einmal 20 Jahre alt, scheint bereit für den nächsten Schritt – doch wohin geht die Reise?
Die heimatsuche eines jungen keepers
Für Dennis Seimen war der Wechsel vom VfB Stuttgart zum SC Paderborn im Sommer alles andere als ein Spaziergang. „Eine enorme Umstellung“, so der gebürtige Schwabe, der sich in Paderborn überraschend schnell zuhause fühlt. Die Distanz zur Familie schmerzte zunächst, doch die Unterstützung seiner Freundin war entscheidend. Die idyllische Ruhe Padersborner trägt offenbar bei seiner Konzentration bei: „Für junge Fußballer ist es gar nicht so schlecht, wenn im Umfeld nicht immer Halligalli ist.“

Aufstiegskampf und persönliche entwicklung
Als Stammtorhüter direkt in der 2. Liga zu stehen, ist für einen 19-Jährigen kein alltäglicher Erfolg. Der neue Trainer sah Potential, und Seimen nutzte seine Chance. „Ich habe mich auf meine Leistung konzentriert und wusste, was ich einbringen kann“, erklärt er. Mit dem SCP mischt er im Aufstiegsrennen mit, und das Ziel ist klar: „Wir wollen maximal erfolgreich sein.“ Seine Bilanz von 31 Gegentoren und siebenmal zu Null spricht für sich – eine beeindruckende Entwicklung.

Die neuer-frage und die dfb-zukunft
Die Karriere von Manuel Neuer, Seimens Idol, wirft einen langen Schatten. Doch der junge Torwart lässt sich davon nicht beirren. „Ich bin bis heute fasziniert von ihm“, gesteht er. Die möglichen Auswirkungen von Neuers Zukunft auf Seimens eigene Karriere werden offen diskutiert, doch der Fokus liegt klar auf der Gegenwart.
Die U21-Nationalmannschaft steht im Fokus, und die Konkurrenz durch Spieler wie Mio Backhaus ist groß. „Wir pushen uns im Training und lernen voneinander“, so Seimen. Er träumt vom DFB-Team, und Deutschland ist für ihn „immer die erste Wahl.“

Rituale, familie und lasagne
Auch abseits des Platzes hat Seimen seine Rituale: Alles zuerst links anziehen, bevor das Spiel beginnt. Seine Familie spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben – die Investitionen seiner Eltern in seine Karriere waren immens. Und nach dem Spiel? Dann heißt es: „Lasagne – vor allem die von meiner Schwiegermama.“
Die Zukunft ist ungewiss, aber eines ist klar: Dennis Seimen hat das Zeug dazu, in der deutschen Torwartlandschaft eine wichtige Rolle zu spielen. Ob er dauerhaft in Paderborn bleibt oder doch noch in die Bundesliga zurückkehrt, wird die kommende Zeit zeigen. Die Leistung spricht für sich, und die Augen der Verantwortlichen sind auf ihn gerichtet.
