Schweizer meistertitel: accola hält rekord – holdener auf rekordjagd!

St. Moritz fiebert den Schweizer Meisterschaften im Skifahren entgegen. Ab Dienstag werden die ersten Trainingsläufe über die Bühne gehen, gefolgt von spannenden Rennen ab Donnerstag. Während nationale Meisterschaften nicht immer die absoluten Top-Stars der Welt präsentieren, so ist die Siegerliste doch immer ein Spiegelbild der Schweizer Skigeschichte – und bietet interessante Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart des Schweizer Alpinskis.

Die legenden von gestern: paul accolas unschlagbare dominanz

Die Namen, die in den letzten Jahren die Schweizer Meisterschaften dominiert haben, sind beeindruckend. Franjo von Allmen feierte im Vorjahr einen Abfahrtssieg, Loïc Meillard gewann vor zwei Jahren den Riesenslalom, und Marco Odermatt zeigte 2018 bereits sein Können, obwohl er damals noch nicht so bekannt war. Doch wenn man wirklich tief in die Geschichte der Schweizer Meisterschaften eintaucht, stößt man auf eine Figur, die kaum zu übertreffen ist: Paul Accola. Der legendäre Skirennläufer feierte insgesamt 15 Schweizer Meistertitel, davon neun in der Kombination. Seine Bilanz ist schlichtweg beeindruckend und setzt ihn ganze sechs Titel vor seinen nächsten Verfolgern wie Dumeng Giovanoli, Roger Staub oder Didier Cuche.

Die aktuellen Kräfteverhältnisse zeigen, dass Justin Murisier derzeit die Nase vorn hat, gefolgt von Luca Aerni und Loïc Meillard. Odermatt, Zenhäusern und Hintermann reihen sich ebenfalls in die Riege der Titelträger ein. Doch die Rekorde der Vergangenheit sind hartnäckig und lassen kaum Hoffnung aufkeimen, dass bald ein aktiver Fahrer die alten Meister übertrumpfen wird.

Disziplin für disziplin: ein blick auf die rekordhalter

Disziplin für disziplin: ein blick auf die rekordhalter

In der Abfahrt teilen sich Peter Müller und Franz Heinzer den Rekord mit je vier Siegen. Im Super-G sind es Tobias Grünenfelder und Didier Cuche, die die Liste anführen. Der Riesenslalom wird von Roger Staub dominiert, der zwischen 1957 und 1961 fünfmal in Folge siegreich war. Und im Slalom ist es Adolf Mathis, der mit seinen sechs Titeln von 1959 bis 1964 eine beeindruckende Serie hinlegte.

Die Kombination, eine Disziplin, die leider nicht mehr im Programm ist, wurde von Paul Accola und Bernadette Zurbriggen dominiert. Hier scheint es für die aktuellen Fahrer kaum möglich, an ihren Rekorden zu kratzen.

Wendy holdener: auf dem weg zum neuen rekord?

Wendy holdener: auf dem weg zum neuen rekord?

Bei den Frauen sieht die Situation etwas anders aus. Hier hat Wendy Holdener die besten Chancen, zur Nummer eins aufzusteigen. Die Schwyzerin konnte bereits elf Schweizer Meistertitel erringen und benötigt somit nur noch zwei weitere, um Bernadette Zurbriggen abzulösen. Besonders im Slalom ist Holdener unschlagbar, mit sechs Titeln ist sie hier die klare Dominatorin. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sie ihre beeindruckende Form bestätigen kann und weitere Kapitel in die Schweizer Skigeschichte schreibt.

Die Schweizer Meisterschaften in St. Moritz versprechen spannende Rennen und eine Hommage an die Legenden des Schweizer Skisports. Ob neue Rekorde gefeiert werden können, bleibt abzuwarten – eines ist jedoch gewiss: Die Schweizer Fans dürfen sich auf ein aufregendes Wochenende freuen.