Schweiz verpatzt wm-auftakt: katar gleicht aus!

Santa Clara – Die Nati stolperte am ersten WM-Tag! Nach einer vielversprechenden Anfangsphase und Führung durch Breel Embolo musste sich die Schweiz gegen die Überraschungsmannschaft Katar mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Ein später Ausgleichstreffer ließ die Schweizer Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier ins Wanken geraten.

Chancenwucher und bittere nachwirkung

Die Erwartungen an Murat Yakins Team waren hoch, insbesondere nach den ambitionierten Aussagen von Kapitän Granit Xhaka, der eine „beste WM aller Zeiten“ in den Mund genommen hatte. Doch gegen den sportlich erstmals qualifizierten Wüstenstaat offenbarte die Schweiz deutliche Schwächen im Abschlussspiel. Phasenweise wirkte das Offensivspiel der „Nati“ ideenlos und zu wenig entschlossen. Katar, das sich nach der Gastgeberrolle 2022 nun sportlich durchsetzen musste, verteidigte zwar zunächst tief, bewies aber im weiteren Verlauf eine überraschende Robustheit.

Bereits in der 17. Minute brachte Embolo die Schweiz durch einen souveränen Elfmeter nach einem Foul von Torwart Mahmud Abunada in Führung. Der ehemalige Gladbacher, der aufgrund von Visumproblemen erst spät zum Team stoßen konnte, ließ die turbulente Woche um seinen Wechsel offenbar keine Zweifel an seiner Leistung zu. Doch die Führung hätte deutlich höher ausfallen müssen, hätte die Schweizer Offensive ihre zahlreichen Gelegenheiten konsequent genutzt.

Lo que niemand erwarte, war der Nockschlag in der Schlussphase. In der 90.4. Minute gelang Boualem Khoukhi durch einen Kopfball nach einer Ecke der Ausgleich. Die Schweizer Defensive wirkte plötzlich wie paralysiert und ließ die Führung aus den Händen gleiten – eine bittere Pille für die anspruchsvollen Schweizer Fans.

Nächste hürde gegen bosnien

Nächste hürde gegen bosnien

Für die Schweiz gilt es nun, die Enttäuschung schnell zu verarbeiten und sich auf das nächste Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) vorzubereiten. Die Aufgabe ist klar: Gegen die Konkurrenten im Kampf um die K.o.-Runde muss die Nati deutlich verbessert auftreten. Die Lehren aus dem Spiel gegen Katar müssen zwingend gezogen werden, um den angestrebten Vorstoß in die nächste Runde nicht zu gefährden.

Die San Francisco Bay Arena bot zwar eine stimmungsvolle Kulisse, doch die spürbare Hitze und die vergleichsweise geringe Zuschauerzahl in einigen Bereichen ließen die Atmosphäre gedämpft wirken. Die Schweiz steht vor einer wichtigen Weichenstellung – nur eine deutliche Steigerung wird den Weg in die K.o.-Runde ebnen.