Schweinfurts albtraum wird realität: jones' team stürzt in die regionalliga

Der 1. FC Schweinfurt ist Geschichte. Nach nur einer Saison in der 3. Liga muss der fränkische Traditionsklub den Absturz in die Regionalliga hinnehmen – 21 Jahre Warten auf den Profifußball, 21 Spieltage, um festzustellen, dass das Niveau zu hoch war.

Die 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen war die Quintessenz einer Saison voller Lehrgeld. Dickson Abiama traf zur Führung (25.), Torben Müsel baute aus (39.), Marvin Obuz machte den Sack zu (76.). Jermaine Jones, seit Februar im Amt, stand auf der Bank wie angewurzelt. Sein Start als Cheftrainer wird in die Geschichtsbücher eingehen – als erster Abstieg in der Klubgeschichte.

Essen nutzt die chance und jagt osnabrück

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Rot-Weiss Essen dagegen feierte den sechsten Sieg in Folge. 61 Punkte, Platz zwei – und die eigene momentum-Kurve zeigt steil nach oben. Der Druck auf Spitzenreiter VfL Osnabrück wächst täglich. Die Niedersachsen verloren beim MSV Duisburg mit 0:1, Florian Krüger traf per Foulelfmeter (30.).

Die Tabelle verrät: Zwischen Osnabrück (64) und Essen (61) liegen nur drei Punkte. Energie Cottbus (60) schob sich durch ein 3:0 gegen 1860 München auf Platz drei. Duisburg (57) lauert auf vier. Noch sechs Spieltage. Die Liga kocht.

Für Schweinfurt ist die Rechnung bitter. 21 Jahre lang war der Profifußball ein Traum, der sich in 180 Minuten Eishockey-ähnlicher Ernüchterung auflöste. Die Rückkehr in die Regionalliga ist kein Neuanfang – sie ist die nackte Realität eines Klubs, der die Kurve nicht bekam.