Schuster analysiert raimunds schwäche: wetter und material als ursache

Skispringen olympia mailand cortina 2026: analyse von raimunds enttäuschendem wettkampf

Philipp Raimund verpasste bei der Einzelkonkurrenz von der Großschanze in Predazzo eine weitere olympische Medaille. Der DSV-Adler landete mit dem neunten Platz deutlich hinter den Erwartungen. Laut Eurosport-Experte Werner Schuster lag dies jedoch nicht an mangelnder Qualität der Sprünge, sondern an widrigen Umständen.

Wetterbedingte herausforderungen

Schuster betonte, dass das Wetter eine entscheidende Rolle spielte. "Heute hat ihm unter anderem das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht", erklärte er. Bei leichtem Schneeregen und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt waren die Bedingungen für die Athleten äußerst herausfordernd. Bereits im Probedurchgang zeigten sich die Auswirkungen: “Es hat leicht und nass geschneit. Das heißt: Das Fahrgefühl in der Spur war anders”, so Schuster.

Materialwechsel als konsequenz

Materialwechsel als konsequenz

Raimund selbst bestätigte, dass er aufgrund der veränderten Bedingungen gezwungen war, seine Skier zu wechseln. "Wer auf die Geschwindigkeiten geschaut hat, merkte es eh: Ich war unglaublich langsam. Daher habe ich von meinem gewohnten auf einen anderen Ski wechseln müssen", erklärte er im Interview mit Eurosport. Dieser Wechsel stellte einen deutlichen Nachteil dar, wie Schuster unterstrich.

Unterschiede im material

Unterschiede im material

Obwohl die Skier prinzipiell ähnlich seien, seien sie nicht immer identisch. Der ehemalige Bundestrainer erklärte: "Sie sind nicht immer baugleich". Raimund bestätigte, dass der neue Ski “eine Nuance träger” war, was das Anlaufverhalten und somit den Sprung beeinflusste. Er erinnerte sich: “Beim ersten Sprung hat es an der Kante voll gestockt, mich hat es richtig nach vorn geschmissen.”

Schmitt sieht risiken im skispringen

Schmitt sieht risiken im skispringen

Martin Schmitt, ebenfalls Eurosport-Experte, kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung. "Ein gewisses Risiko ist immer dabei", meinte der Team-Olympiasieger von 2002. "Als Springer weiß man das - und manchmal muss man es etwas eingehen. Vor allem bei einem Wettkampf wie heute. Manchmal zahlt es sich aber nicht aus." Er betonte, dass andere Athleten, wie beispielsweise Kacper Tomasiak, weniger von den Verhältnissen beeinträchtigt wurden.

Blick nach vorn: super team am montag

Blick nach vorn: super team am montag

Trotz des Rückschlags will sich Raimund nicht entmutigen lassen. Am Montagabend steht die olympische Entscheidung im Super Team an, wo er erneut für einen Höhepunkt sorgen möchte. Mit Humor bewies er seinen Optimismus: "Einfach abhaken und hoffen, dass es keinen Schneeregen gibt! Sonst habe ich immer noch dieses Ding hier."

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