Schröder kehrt nach toronto zurück: psychologischer vorteil für cleveland?
Die Serie zwischen Cleveland Cavaliers und Toronto Raptors verschiebt sich an die kanadische Küste – und für Dennis Schröder droht ein emotional aufgeladener Auftritt. Der deutsche Nationalspieler trifft auf seine ehemalige Wirkungsstätte, wo er in der vergangenen Saison kurzzeitig für die Raptors auf Punktejagd war. Doch es ist nicht nur die Nostalgie, die im Spiel steht, sondern auch ein taktischer Vorteil für Cleveland.
Quickley-comeback könnte schröders rolle verändern
Schröder, der in den ersten beiden Spielen der Serie durchschnittlich 26 Minuten auf dem Feld stand, blickt erwartungsvoll auf die Partien in Toronto. „Ich habe noch ein paar Freunde, die ich hier kennengelernt habe und paar loyale Fans“, so der 32-Jährige. Seine intime Kenntnis des Raptors-Teams, insbesondere in defensiver Hinsicht, könnte sich als Gold wert erweisen. Er kann seinen Mitspielern wertvolle Einblicke gewähren – Informationen, die in den Playoffs entscheidend sein können.
Ein Schlüsselfaktor für Schröders Einsatzzeit könnte die mögliche Rückkehr von Immanuel Quickley sein. Der US-Amerikaner, der seit fast zwei Wochen aufgrund einer Muskelverhärtung pausiert, wird von Experten als „fraglich“ gelistet. Sollte Quickley tatsächlich zurückkehren, könnte dies Schröders Minutenanzahl reduzieren, da beide Guards ähnliche Spielertypen darstellen und Quickley vor allem in der Verteidigung wertvoll ist. Doch Schröder nimmt es gelassen: „Natürlich ist er ein Knockdown-Werfer. Er mag den Dreier, aber auch den Floater inside.“
Die Stimmung im Cavaliers-Team ist trotz der Reise nach Kanada entspannt. Beim Shootaround am Donnerstagvormittag herrschte ausgelassene Stimmung, und Schröder konnte seine Vorfreude kaum verbergen. „Wenn wir einfach unser Spiel spielen, dann haben wir gute Karten“, betonte der Braunschweiger selbstbewusst. Die Cavaliers reisen mit einem komfortablen 2:0-Vorsprung in die kanadische Metropole und sind fest entschlossen, die Serie zu ihren Gunsten abzuschließen. Die Raptors stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, den Schwung zurückzugewinnen und die Serie am Leben zu erhalten.

Shead überzeugt als quickley-ersatz
Auch wenn Quickley fehlt, lobte Schröder die Leistung von Jamal Shead, der in den letzten Spielen seine Chance nutzte und „überperformt“ hat. Der deutsche Guard zeigt sich daher zuversichtlich, dass auch Torontos Starting Point Guard, sofern er fit ist, sein Bestes geben wird.
Die Rückkehr nach Toronto ist für Dennis Schröder mehr als nur ein sportliches Ereignis – es ist eine Reise zu seinen Wurzeln, zu Freunden und Fans. Und mit dem Wissen um die Stärken und Schwächen seines ehemaligen Teams könnte er den Cavaliers einen entscheidenden Vorteil verschaffen und sie einen Schritt näher an die Finals bringen.
