Schröder glaubt an cavs-titel, doch orlando stoppt seine punkte-flut

Dennis Schröder träumt laut. Nach dem Trade von Sacramento nach Cleveland sieht der deutsche Nationalmannschaftskapitän die Cavs im Titelrennen – auch wenn Orlando ihm soeben eine Null-Punkte-Nacht verpasste.

Die zahlen hinter dem traum

15 Spiele trägt Schröder bereits das Wine-and-Gold, 23,3 Minuten pro Partie, 9,0 Punkte, 4,2 Assists. Doch die Würfe wollen nicht fallen: 37,8 % aus dem Feld, 29,7 % von jenseits der Dreierlinie, zuletzt nur 2/11. Die Defense rettet ihn: plus 7,4 Net-Rating, wenn er auf dem Parkett steht – ein Wert, der Coaches lächeln lässt.

Gegen Orlando verpuffte alles. Tristan da Silva feuerte 23 Punkte, Moritz Wagner mischte mit, Cleveland unterlag 122:128. Schröder blieb ohne Korberfolg, seine erste Scoreless-Nacht seit 2017. Dennoch: Platz vier im Osten, 38 Siege, 21 Niederlagen – die Ausgangslage stimmt.

Sacramento war ein albtraum

Sacramento war ein albtraum

„Ich habe den Spaß verloren“, gesteht der 31-Jährige. In Sacramento saß er oft, wurde eingewechselt, wieder raus, ein Ritual aus Frust. Cleveland liebt seine Energie, die Schnelligkeit im Übergang, die harte Verteidigung. Als Sixth Man darf er bestimmen, nicht nur dienen.

Die Playoffs rücken näher. Mit Donovan Mitchell, Evan Mobley und einem tiefen Kader besitzen die Cavs Feuerkraft. Schröders Job: Tempo machen, den Ball sicher verteilen, Kopf und Körper heil durch 82 Spiele tragen. Gesundheit, betont er, sei „das Wichtigste“. Denn nur so entfalten sich seine Schnittstellen-Pässe, nur so bleibt der Rhythmus.

Die nächsten Wochen entscheiden, ob der Traum Realität wird. Die Eastern Conference ist offen, Boston schwächelt, Milwaukee sucht. Für Schröder beginnt die Stunde des Realismus: Er muss treffen, sonst wird aus dem „Long Run“ ein früher Abstieg. Die Cavs glauben an ihn. Er selbst glaubt an die Cavs. Nun muss der Ball ins Netz fallen.