„Schorle“ roth rettet bregenz handball vor dem abstieg!

Ein Handball-Mann kehrt zurück, ein Team bleibt in der Liga: Michael „Schorle“ Roth hat mit Bravour die Mission in Bregenz erfüllt und den österreichischen Erstligisten vor dem Fall in die zweite Liga bewahrt. Nach seiner zweiten Trainerstation in Bregenz ist der ehemalige deutsche Nationalspieler und Meister von 1990 mit dem TV Großwallstadt wieder auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Die rettungsaktion ist abgeschlossen: roth verlässt bregenz

Die rettungsaktion ist abgeschlossen: roth verlässt bregenz

Für Bregenz Handball war die Hauptrunde eine sportliche Zitterpartie gewesen. Mit nur drei Spieltagen noch vor Saisonende übernahm Roth das Ruder und katapultierte das Team mit fünf von sechs möglichen Punkten in die Relegationsrunde – ein Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde. Der entscheidende 31:28-Sieg in Hollabrunn vergangenen Samstag besiegelte schließlich den Klassenerhalt. „Spieler und Verein sind happy“, freut sich Roth, dessen taktisches Geschick maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat.

Roth, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Uli „Bulle“ Roth bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles die Silbermedaille gewann, hat nun seine zwölfte Trainerstation verlassen. Seine Trainerkarriere ist geprägt von Erfolg, aber auch von ständiger Bewegung. „Der Auftrag ist erfüllt, Bregenz bleibt Erstligist“, so Roth, der sich selbst als „für alles Offenes“ bezeichnet. Eine Rückkehr in die Daikin Handball-Bundesliga, wie beispielsweise bei ThSV Eisenach, die bereits zu Jahresbeginn Interesse zeigten, scheint ebenso denkbar wie andere sportliche oder auch nicht-sportliche Aufgaben.

Was niemand so recht bemerkt hat: Hinter der Rettungsaktion von Bregenz Handball verbirgt sich eine beeindruckende Erfahrung. Roths ruhige Art und sein taktisches Know-how haben das Team stabilisiert und zu Höchstleistungen angespornt. Er hat nicht nur Handball-Erfahrung, sondern auch die Fähigkeit, in schwierigen Situationen den Kopf zu bewahren und das Beste aus seinen Spielern herauszuholen.

Die Zahlen sprechen für sich: In seinen drei Spielen als Interimstrainer holte Bregenz Handball entscheidende Punkte und sicherte sich damit den Verbleib in der Ersten Liga. Ein Beweis dafür, dass Erfahrung und Leidenschaft manchmal mehr wert sind als vermeintlich innovative Konzepte.