Schönhaus kämpft sich wacker, hanfmann setzt sich durch

Hamburg. Max Schönhaus, gerade einmal 18 Jahre alt, hat bei seinem ATP-Hauptfelddebüt in Hamburg einiges gerissen. Trotz knapper Niederlage gegen den erfahrenen Yannick Hanfmann (6:3, 6:7 (4:7), 6:4) hat der Youngster aus Ense bewiesen, dass mit ihm in der Zukunft zu rechnen ist. Ein Duell zweier Generationen, das das Publikum begeisterte und zeigte, wie viel Potential in Schönhaus steckt.

Ein auftakt nach maß, trotz des ausgangs

Ein auftakt nach maß, trotz des ausgangs

Schönhaus hatte sich durch zwei starke Auftritte in der Qualifikation bereits einen Namen gemacht. Gegen Hanfmann, der aktuell als Nummer 55 der Welt geführt wird, zeigte er zunächst Nerven und verlor den ersten Satz. Doch dann schlug er zurück. Vor allem in der Schlussphase des zweiten Satzes präsentierte er eine beeindruckende Leistung. Er wehrte einen Breakball ab, erarbeitete sich selbst Breakbälle und nutzte schließlich den zweiten, um den Satz im Tiebreak mit 7:4 zu sich zu bringen.

Die Nervenstärke des jungen Talents war dabei besonders bemerkenswert. Ein Zeichen dafür, dass Schönhaus trotz seines Alters bereits über eine beachtliche mentale Stärke verfügt. Er ließ sich von der Atmosphäre und dem Druck nicht einschüchtern, sondern kämpfte um jeden Punkt.

Im Entscheidungssatz blieb es ein enges Match. Schönhaus, der in der Weltrangliste deutlich hinter Hanfmann rangiert, hielt gut mit. Doch letztendlich setzte sich die Routine des Routiniers durch. Zwei vermeidbare Vorhandfehler kosteten Schönhaus den Vorteil, und Hanfmann ließ sich diesen nicht mehr nehmen.

Die 25 Weltranglistenpunkte, die Schönhaus für seine Leistung erhält, katapultieren ihn in die Top 400 der Welt. Eine deutliche Anerkennung für seine Leistungen in Hamburg und in der Qualifikation. Er hatte zuvor den Franzosen Luca Van Assche (Nummer 103 der Welt) und Marcos Giron (Nummer 84 der Welt) ausgeschaltet – Resultate, die nicht von Pleichstücken sind.

Schönhaus' Weg ist noch lang, aber seine Auftritte in Hamburg zeigen deutlich: er gehört zu den vielversprechendsten deutschen Tennisspielern der Gegenwart. Seine Teilnahme am ATP-Finale der Junioren in Chengdu im letzten Jahr war kein Zufall, sondern ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Jetzt gilt es, sich auf der großen Tour der Profis zu etablieren – ein Ziel, das er mit seiner Leidenschaft und seinem Talent zweifellos erreichen kann.

Die Zuschauer in Hamburg sahen am Ende ein spannendes und hochklassiges Tennisspiel, das zeigt, dass die deutsche Tennisszene eine rosige Zukunft hat.