Schockschlag für verl: gayret fällt monatelang aus!
Verl hat einen herben Schlag erteilt bekommen: Timur Gayret, der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, wird nach einer schweren Knieverletzung voraussichtlich mehrere Monate ausfallen. Der geplante Wechsel zu Zweitligist SC Paderborn im Sommer steht nun zumindest in Frage.

Die verletzung im duell gegen köln
Die Szene wirkte unglücklich, doch die Folgen sind gravierend. Im Spiel gegen Viktoria Köln kam es zu einem Zweikampf mit Taylan Duman, bei dem Gayret am rechten Knie zu Fall kam. Sofort war klar, dass etwas nicht stimmte; er musste vom Platz begleitet werden. Trainer Tobias Strobl sprach nach dem Spiel bei MagentaSport bedauernd: „Da hätte ich lieber verloren.“
Die Diagnose, die am Dienstag vom SC Verl bekannt gegeben wurde, bestätigte die Befürchtungen: ein Riss des vorderen Kreuzbandes. Ein Eingriff ist „schnellstmöglichst“ geplant, so der Verein. Sportvorstand Zlatko Janjic drückte seine tiefe Verbundenheit aus: „Wir leiden alle gemeinsam mit Timur. Seine Verletzung trübt die Freude über den Sieg am Samstag deutlich. Die Diagnose schockt uns alle, besonders natürlich ihn selbst.“
Gayret war eine feste Größe in der Mannschaft des SC Verl. In 32 Ligaspielen erzielte er fünf Tore und bereitete neun vor. Sein kicker-Notenschnitt von 2,84 reihte ihn unter die besten Mittelfeldspieler der Liga ein – ein deutlicher Beleg für seine konstanten Leistungen. „Neben seinen sportlichen Fähigkeiten hat er hier in den vergangenen zwei Jahren auch menschlich große Spuren hinterlassen. So einen Abschied hat er nicht verdient“, so Janjic.
Für Verl bedeutet der Ausfall von Gayret einen herben Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Mit nur noch fünf Punkten Rückstand auf den Tabellendritten Energie Cottbus ist die Situation angespannt. Das Spiel gegen Spitzenreiter VfL Osnabrück wird nun zur Zitterpartie ohne den kreativen Kopf im Zentrum. Im Anschluss gilt es, gegen Havelse, Essen und 1860 München zu bestehen. Im Landespokalfinale gegen die Sportfreunde Lotte steht zudem ein Ticket für den DFB-Pokal auf dem Spiel.
Die Hoffnung auf einen Aufstiegsrang schwindet, doch die Saison ist noch nicht entschieden. Verl muss nun ohne seinen Strategen Gayret alles geben, um seine Ziele zu erreichen. Die Verletzung ist nicht nur ein sportlicher Verlust, sondern auch ein Zeichen dafür, wie fragil eine Karriere sein kann – und wie wichtig die Zusammengehörigkeit im Team ist, gerade in schwierigen Zeiten.
