Schocken im harz: dsv trennt sich von schlickenrieder!
Paukenschlag im deutschen Langlauf: Der Deutsche Skiverband (DSV) hat sich überraschend von Cheftrainer Peter Schlickenrieder (56) getrennt. Nach fast fünf Jahren an der Spitze des Teams steht nun ein Neuanfang bevor, der weitreichende Folgen für die kommende Olympia-Saison haben könnte.
Ein abschied mit bedauern und ausblick
Die Entscheidung des DSV fiel am Montagnachmittag, und die Nachricht verbreitete sich schnell in der Sportwelt. Schlickenrieder selbst äußerte sich gelassen und betonte, dass er mit der Berufung von Michael Bonfert (38) als Nachfolger einverstanden sei. „Mit Michael Bonfert gewinnen wir einen Cheftrainer, der unsere gemeinsame Ausrichtung der vergangenen Jahre bestens kennt und mit hoher Expertise fortführen wird“, erklärte der ehemalige Olympia-Silbermedaillengewinner von Salt Lake City 2002.
Schlickenrieders Amtszeit war von Höhen und Tiefen geprägt. Das sensationelle Olympia-Gold von Victoria Carl und Katharina Hennig im Teamsprint 2022 in Peking, sowie die Silbermedaille der Frauenstaffel bei denselben Spielen, gehören zweifellos zu seinen größten Erfolgen. Auch die Bronzemedaille von Laura Gimmler und Coletta Rydzek im Februar dieses Jahres in Norditalien unterstreichen seine Kompetenz. Doch die Erwartungen an das deutsche Langlaufteam blieben in den letzten Monaten unerfüllt, und der DSV scheint nun einen neuen Kurs einschlagen zu wollen. Schlickenrieder bleibt dem Verband als Sportdirektor erhalten und wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Neues trainerteam für frischen wind
Neben dem Wechsel an der Spitze des Trainerteams plant der DSV eine umfassende Neuausrichtung des gesamten Langlauf-Betriebs. Torstein Dagestad, ein junger und hochmotivierter Norweger, wird neuer Männertrainer, während Michael Bittner die Verantwortung für das Frauenteam übernimmt. Axel Teichmann, der zweimalige Weltmeister, wechselt in die Position des Head of Performance.
Die Verpflichtung von Dagestad, der zuvor das Team Swix Hofseth betreute, wird von Schlickenrieder ausdrücklich hervorgehoben: „Besonders freut mich, dass mit Torstein ein junger, hochmotivierter Norweger dazukommt, der die neue Herausforderung beim DSV mit viel Tatendrang angeht.“ Die neuen Strukturen sollen frischen Wind in das deutsche Langlaufteam bringen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach Jahren der Stagnation muss der DSV jetzt handeln, um den Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Neuausrichtung und das neue Trainerteam die gewünschte Wirkung zeigen und Deutschland zurück an die Spitze des Langlaufsports führen können.
