Schock vor dem wm-debüt: livramento fällt aus!
Ein herber Rückschlag für das englische Nationalteam kurz vor dem ersten WM-Spiel gegen Kroatien: Tino Livramento muss verletzungsbedingt absagen. Der vielseitige Newcastle-Profi, der sowohl rechts als auch links in der Abwehr eingesetzt werden kann, hatte bereits den Endspurt der vergangenen Saison aufgrund von Muskelbeschwerden verpasst. Nach erfolgreicher Genesung schlägt nun ein neuer Rückschlag zu – eine Ischiocruralverletzung beendet seine Hoffnungen auf einen Einsatz in Katar.

Unerwartete ausfälle und tuchel's entscheidung
Die Verletzung von Livramento soll während eines Trainings, abseits der öffentlichen Augen, entstanden sein. Obwohl die Verletzung nicht als gravierend eingestuft wird, entschied das Team, auf seine Teilnahme am Turnier zu verzichten. Nun winkt Trevoh Chalobah die Chance, in den Kader zu rücken. Der 20-Jährige, den Nationaltrainer Thomas Tuchel bereits aus seiner Zeit beim FC Chelsea kennt, wird als Nachrücker präsentiert. Ein überraschender Schritt, denn auch Trent Alexander-Arnold stand im erweiterten Kreis der Kandidaten.
Rob Dorsett von Sky Sports deutet an, dass Alexander-Arnolds Ausbleiben mehrere Gründe haben könnte. Nicht nur sei sein Aufenthaltsort derzeit unklar, sondern Tuchel habe auch einige namhafte Spieler, darunter Cole Palmer, Harry Maguire und Phil Foden, aus der Endkadernommen. Es scheint, als ob der englische Teamchef Zweifel an der Einsatzbereitschaft des Liverpool-Stars gehabt hätte, sollte er nur auf der Bank schmoren.
Die Entscheidung für Chalobah unterstreicht die taktische Flexibilität, die Tuchel anstrebt. Ein junger, hungriger Spieler, der sich beweisen kann, anstelle eines etablierten Stars – ein kühner Schachzug, der das Turnierverlauf maßgeblich beeinflussen könnte. Doch die Frage bleibt: Kann Chalobah den hohen Erwartungen gerecht werden und die Abwehrreihen Englands stabilisieren?
Die Absage von Livramento und die Entscheidung gegen Alexander-Arnold zeigen deutlich, dass der WM-Kader ein flüssiges Gebilde ist, das sich bis kurz vor dem Anpfiff ändern kann. Nur die Zeit wird zeigen, ob Tuchel mit seinen Entscheidungen den richtigen Weg eingeschlagen hat.
