Schock vor dem wm-auftakt: ghanas star partey verpasst spiel!
Ein dramatischer Rückschlag für Ghana: Thomas Partey, Schlüsselspieler der Black Stars, wird das erste Gruppenspiel gegen Panama verpassen. Der Grund: Die kanadischen Behörden verweigerten ihm die Einreise aufgrund anhängiger Vergewaltigungsvorwürfe – ein Urteil steht noch aus. Die FIFA hat die Situation bestätigt, und Ghana reagiert mit einer diplomatischen Beschwerde.
Die vorwürfe und ihre folgen
Die Geschichte ist komplex. Gegen Partey werden seit Juli 2025 mehrere Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen aus den Jahren 2021 und 2022 angeklagt. Er plädierte in allen Verfahren auf unschuldig, eine Entscheidung der Gerichte steht noch aus. Kanada hat jedoch strenge Regeln, die eine Einreise bei solchen Vorwürfen, auch ohne Verurteilung, verhindern können. Dieser Aspekt birgt eine juristische Grauzone, die nun diplomatische Spannungen auslöst.
Die ghanaische Regierung hat umgehend reagiert und eine Protestnote an das kanadische Außenministerium übermittelt. „Wir fordern eine Überprüfung dieser unglücklichen Entscheidung“, so eine offizielle Stellungnahme aus Accra. Ob diese diplomatische Intervention erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

Ghana im wm-camp: wie geht es weiter?
Das ghanaische Team befindet sich derzeit in Boston im Trainingslager. Partey durfte einreisen, doch der Versuch, nach Kanada zu reisen, scheiterte. Es stellt sich nun die Frage, wie sich dieser Ausfall auf die taktische Ausrichtung des Teams auswirken wird. Trainer Otto Addo muss schnell eine Lösung finden, um den Verlust des zentralen Mittelfeldspielers zu kompensieren.
Ghana trifft neben Panama noch auf England und Kroatien in der Gruppe L. Sollte es weiter ins Turnier gehen, stünden weitere Spiele in Toronto an – ein Szenario, das für Partey derzeit ausgeschlossen ist. Die Einreisefragen überschatten aktuell das Turnier. Bereits vor dem FIFA-Kongress in Vancouver wurden iranischen Delegierten die Einreise verweigert, und auch ein Schiedsrichter wurde von den USA abgewiesen. Die WM 2026 steht somit unter einem schlechten Vorzeichen, was die Reisefreiheit betrifft.
Partey, der fünf Jahre lang für den FC Arsenal in der Premier League spielte und im Sommer 2025 zum FC Villarreal wechselte, muss sich nun rechtlichen und sportlichen Herausforderungen stellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob er doch noch die Chance erhält, bei der WM in Erscheinung zu treten.
