Schock in wiedenbrück: mölders entlassen – rettungssaison in gefahr?
Der SC Wiedenbrück steht vor einem sportlichen Abgrund. Nur einen Tag nach einer deutlichen Niederlage gegen Bocholt hat der Verein überraschend seinen Cheftrainer Sascha Mölders freigestellt. Ein Schritt, der die ohnehin prekäre Situation im Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga West weiter verkompliziert.

Vertrauensbruch oder notwendiger cut?
Die Entscheidung, Mölders zu entlassen, wurde am Donnerstagabend bekannt gegeben und soll das Ergebnis „intensiver und vertrauensvoller Gespräche“ gewesen sein. Einleitend heißt es, dass der Verein sich die Fortsetzung der Zusammenarbeit ausdrücklich gewünscht hätte. Doch die bittere Wahrheit ist, dass Wiedenbrück mit lediglich 19 Punkten aus 27 Spielen das Schlusslicht der Liga ziert und der rettende 14. Platz bereits zwölf Zähler entfernt ist. Der Druck war enorm, und der Verein scheint gehofft zu haben, durch einen Trainerwechsel neue Impulse setzen zu können – ein riskantes Unterfangen in der entscheidenden Saisonphase.
Sascha Mölders war in Wiedenbrück seit 15 Monaten im Amt und wurde für sein großes persönliches Engagement und seine fachliche Kompetenz geschätzt. Aber die Ergebnisse sprachen eine deutliche Sprache. Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen, ein schwindelerregender Abstiegskurs – das ließ dem Verein wenig Handlungsspielraum. <Die Frage, die sich nun stellt: War dies der richtige Zeitpunkt für diesen drastischen Schritt?
Die Verantwortlichen betonen, dass die Entscheidung keine Abwertung der bisherigen Arbeit sei, sondern vielmehr das Ergebnis einer „verantwortungsvollen Gesamtbetrachtung der sportlichen Lage“. Eine diplomatische Formulierung, die jedoch die Verzweiflung hinter den Kulissen kaum verbergen kann. Wer Mölders ersetzen wird, ist derzeit noch unklar. Der Verein verspricht, „zu gegebener Zeit“ auf die sportliche Neuausrichtung einzugehen.
Mölders selbst zeigte sich in einem Abschiedsstatement dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschte der Mannschaft alles Gute für den weiteren Verlauf der Saison. Ein letzter Versuch, die Fassung zu bewahren, während um ihn herum das Chaos droht. Der kommende Samstag steht nun im Zeichen eines Neustarts, wenn Wiedenbrück bei Fortuna Düsseldorf II gastiert. Ein Duell, das ohne die vertraute Führungspersönlichkeit Mölders eine neue Herausforderung darstellt.
Die Wahrheit ist: Wiedenbrück braucht mehr als nur einen neuen Trainer. Es braucht einen Wunder, um den Abstieg zu vermeiden. Und ob dieser Wunder mit einem neuen Mann an der Seitenlinie möglich ist, bleibt abzuwarten. Die Fans bangen – und die Liga beobachtet gespannt.
