Schock in san francisco: schweiz patzt gegen katar!

Ein bitterer Start in die WM-Mission für die Schweiz! In der San Francisco Bay Arena kassierte die "Nati" gegen alle Erwartungen einen Last-Minute-Ausgleich und musste sich mit einem 1:1 gegen den Wüstenstaat Katar begnügen. Ein Ergebnis, das für Ernüchterung sorgt und Fragen aufwirft, ob die ambitionierten Ziele von Xhaka und Co. überhaupt erreichbar sind.

Die nati schwächelt in der effizienz

Die Schweizer, angeführt von Kapitän Granit Xhaka, die vor dem Turnier von einer „besten WM aller Zeiten“ träumten und ihre „Bereitschaft, mental wie physisch“ betonten, wirkten an diesem Nachmittag in der Mittagshitze von San Francisco überraschend uninspiriert. Chancenwucher und mangelnde Konzentration prägten das Spielgeschehen, während Katar, das sich erstmals sportlich für die WM qualifiziert hat, entschlossen dagegenhielt. Der frühe Elfmeter, souverän von Ex-Gladbacher Breel Embolo (17.) verwandel, brachte zwar kurzzeitig Hoffnung, doch die Führung war nicht länger als nötig.

Boualem Khoukhi sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+4) für den Punktgewinn der Katari und offenbarte die Schwächen der Schweizer Defensive. Es ist ein Weckruf für Murat Yakins Team, das nun dringend an seiner Abstimmung arbeiten muss.

Abunada und die strittige elfmeter-entscheidung

Abunada und die strittige elfmeter-entscheidung

Ein entscheidender Moment war die strittige Elfmeter-Entscheidung in der 17. Minute. Katars Torhüter Mahmud Abunada räumte Remo Freuler im Strafraum ab, Schiedsrichter Said Martínez zeigte ohne zu zögern auf den Punkt. Der VAR überprüfte die Situation, bestätigte aber die Entscheidung. Ein Glücksfall für die Schweiz, der aber auch die Unsicherheit in der katarischen Abwehrreihe verdeutlichte. Dan Ndoye hätte das Spiel bereits früher entscheiden können, scheiterte aber an Abunada.

Gregor Kobel, im Schweizer Tor, musste sich nur selten austoben, bewies jedoch mit einer Glanzparade gegen Edmilson Junior (43.) seine Aufmerksamkeit. Doch letztendlich war es die mangelnde Durchschlagskraft, die den Schweizern das Genieren kostete. Das Duell gegen Bosnien-Herzegowina am Donnerstag (21.00 Uhr) wird die nächste Standortbestimmung.

Die leeren Plätze in der San Francisco Bay Arena wirkten wie ein Spiegelbild der Enttäuschung vieler Fans, die sich mehr von ihrer Mannschaft erhofft hatten. Die Schweizer müssen nun beweisen, dass sie trotz des Fehlstarts in der Lage sind, den Kurs auf die K.o.-Runde zu halten. Eine Aufgabe, die angesichts der bisherigen Leistung alles andere als einfach erscheint.