Schock in puebla: fifa sperrt fanbereiche wegen hasspfiffen!

Ein jähes Ende für die Testpartie zwischen Mexiko und Ghana: Im Estadio Cuauhtémoc in Puebla wurden ganze Fanbereiche gesperrt, nachdem erneut diskriminierende Parolen das Spielgeschehen überschatteten. Die Fifa schlug hart durch, ein deutliches Signal vor der anstehenden Weltmeisterschaft im eigenen Land.

Die nacht des urteils: mexiko gegen ghana

Die nacht des urteils: mexiko gegen ghana

Die Partie, die für deutsche Zuschauer um 4 Uhr morgens stattfand, endete zwar mit einem 2:0-Sieg für Mexiko durch Treffer von Brian Gutierrez (2.) und Guillermo Martinez (54.), doch der Sieg schmeckt bitter angesichts der wiederholten Vorfälle. Der mexikanische Fußballverband (FMF) hatte bereits angekündigt, dass die Fifa rigorisch vorgehen würde. „In Übereinstimmung mit dem Beschluss wurden einige Bereiche gemäß den von der Fifa und den Stadionbetreibern festgelegten Bestimmungen für den öffentlichen Verkauf gesperrt“, so die offizielle Mitteilung.

Puebla, obwohl kein Austragungsort der WM 2026, steht nun im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Neben Mexiko-Stadt mit dem legendären Aztekenstadion, wo das Turnier am 11. Juni gegen Südafrika eröffnet wird, sind Monterrey und Guadalajara die weiteren WM-Städte. Die Sperrung der Fanbereiche ist ein direkter Konsequenz der anhaltenden Probleme mit homophoben Rufen und Beleidigungen, die den mexikanischen Fußball seit längerem plagen.

Der FMF bekräftigt sein Engagement für eine diskriminierungsfreie Atmosphäre im Fußball. Doch die Strafe der Fifa ist nur ein Schritt. Die Kampagne „Die Welle ja, der Ruf nein“ soll kurz vor der WM das Bewusstsein schärfen und die Fans dazu bewegen, sich gegen Diskriminierung zu stellen. Die Kampagne, präsentiert von Spielern der damaligen Weltmeistermannschaft, knüpft an die legendäre „La Ola“ an, die bei der WM 1986 in Mexiko ihren Ursprung hatte und seitdem weltweit für Stimmung sorgt.

Mexiko trifft in der Gruppenphase der WM neben Südafrika (11. Juni) auch auf Südkorea (19. Juni) und Tschechien (25. Juni). Ob die Fifa-Strafe und die Kampagne des FMF ausreichen, um die Stimmung im Land zu wenden und ein positives Bild für die Welt zu präsentieren, bleibt abzuwarten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der mexikanische Fußball seine Versprechen einhalten kann.