Schock in mannheim: adler-star heim nach nur 21 sekunden raus!
Mannheim – Die Playoff-Finalserie zwischen den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin hat gestern eine dramatische Wendung genommen. Bereits nach 21 Sekunden musste Maximilian Heim das Eis verlassen, nachdem er von Eisbären-Kapitän Kai Wissmann brutal gefoult wurde. Ein Vorfall, der nun nicht nur die Partie, sondern möglicherweise auch die gesamte Serie beeinflussen könnte.

Wissmanns check: war es nur ein unglücklicher moment?
Der Check von Wissmann wirkte verheerend. Heim lag regungslos am Eis, wurde sofort behandelt und später vom Platz gebracht. Wissmann erhielt lediglich eine Spieldauerdisziplinarstrafe, während Heim im Laufe des Spiels zurückkehrte, allerdings offenbar nicht unbeschadet. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: Ein brutaler Eingriff, der weitreichende Folgen haben könnte. Die Frage, die nun im Raum steht: War es ein unglücklicher Moment oder eine gezielte Aktion?
Ein schwerwiegender Nebeneffekt: Heim fällt für Spiel 4 in Berlin aus, wie sein Verein am Mittwoch bekannt gab. Die Diagnose: eine Gehirnerschütterung. „Wir werden Maxis Energie und seine positive Einstellung vermissen“, bedauerte Manager und Cheftrainer Dallas Eakins. „Es ist sehr frustrierend, dass ein junger Spieler auf diese Weise aus einem Endspiel ausscheidet.“
Der Druck steigt für Mannheim: Die Adler stehen nun vor einer Mammutaufgabe. Nach dem klaren 1:5 in Mannheim liegen sie mit 0:3 im Rückstand. Nur ein Wunder kann die Serie noch wenden. Serge Aubin, Berlins Coach, zeigte sich nach dem Sieg zufrieden: „Wir wussten, dass Mannheim sehr druckvoll in die Partie gehen wird. Nach Kai Wissmanns Strafe mussten wir uns einmal neu sortieren, das ist uns aber gut gelungen.“
Doch die Geschichte hat noch einen weiteren Aspekt: Wissmann wird aufgrund seines Checks gegen Heim ebenfalls gesperrt. Der DEL-Disziplinarausschuss wird am Mittwoch über die Dauer der Strafe entscheiden. Da dies bereits die zweite große Strafe für Wissmann in dieser Serie war, ist eine automatische Sperre für ein Spiel erfolgt. Es könnte aber auch länger dauern.
Eric Mik hingegen hatte in Mannheim einen Sahnetag. Der Verteidiger erzielte drei der fünf Eisbären-Tore und profitierte dabei von „super Assists“ seiner Mitspieler. „Noch ist es nicht vorbei“, betonte Mik, der Titelverteidiger scheint aber auf dem besten Weg zu sein, den fünften Titel in den letzten sechs Jahren zu erringen – die dritte Meisterschaft in Serie wäre die Folge.
Die Adler müssen sich jetzt neu orientieren, ohne Heim. Die schmerzliche Verletzung des jungen Stürmers trifft das Team zusätzlich, während die Eisbären unaufhaltsam auf den erneuten Meistertitel zusteuern. Ein bitterer Moment für Mannheim, ein entscheidender Schritt für Berlin.
