Schock in der türkei: wm-auftakt misslingt grandios!

Die Fußball-Fans in der Türkei haben gefeiert, geträumt und auf einen erfolgreichen WM-Start gehofft – nur um am späten Mittwochabend eine bittere Enttäuschung zu erleben. Die Nationalmannschaft verlor überraschend mit 0:2 gegen Australien und legte damit einen alles andere als vielversprechenden Start in das Turnier hin.

Euphorie blindet: altintop warnt vor überhöhung

Euphorie blindet: altintop warnt vor überhöhung

Der Hype um die WM war in der Türkei enorm, und es scheint, als hätte er die Mannschaft geblendet. Der ehemalige türkische Nationalspieler Halil Altintop äußerte seine Besorgnis bei MagentaTV: „Wir verlieren uns schnell mal in der Euphorie, auch durch unsere Kultur.“ Die jungen Talente wie Arda Güler und der Kapitän Hakan Calhanoglu hatten große Erwartungen geweckt, doch gegen Australien konnten sie ihre Klasse nicht zeigen.

Die Niederlage schlug hart ein. „Wir sind extrem traurig“, klagte Nationaltrainer Vincenzo Montella nach dem Spiel. „Die Australier waren sehr gut, wir waren nah dran, aber haben es nicht geschafft.“ Er weiß, dass nun scharfe Kritik auf ihn und sein Team zukommen wird – eine Kritik, die er, wie er bemerkte, „ertragen muss, auch wenn sie nicht fair ist“.

Die türkischen Medien reagierten prompt mit Schlagzeilen wie „WM-Schock für die Türkei“ (Hürriyet.de) und „Der Hype ist der Ernüchterung gewichen“ (gazetefutbol.com). Die Pleite gegen Australien ist nicht nur für die türkischen Fans ein Schock, sondern auch die erste große Überraschung des Turniers.

Verteidiger Merih Demiral versuchte, die Situation herunterzuspielen: „Die Menschen haben Erwartungen an uns. Jeder ist sich dessen bewusst. Wir haben gute und schlechte Tage. In unserem Land wird sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten oft übertrieben.“ Doch die Wahrheit ist: Die Türkei muss sich jetzt schnell fangen, wenn sie noch eine Chance auf das Weiterkommen haben will.

Die australische Mannschaft spielte taktisch klug und nutzte die anfängliche Überheblichkeit der türkischen Spieler aus. Das Ergebnis ist deutlich: Die Euphorie ist verflogen, und die Türkei steht vor einer schweren Aufgabe. Die Frage ist nun, ob die Mannschaft aus ihrer Niederlage lernen und sich neu fokussieren kann.