Schock im galicia-derby: ajo-attacke auf deportivo-keeper!

Ein ungewöhnlicher Vorfall überschattete das LaLiga Hypermotion-Duell zwischen Deportivo La Coruña und FC Andorra: Torwart Jesús Owono behauptete, nach dem 2:1-Sieg der Galicier im gemischten Zonenbereich Ajo-Knoblauchköpfe in seinem Tor gefunden zu haben. Eine bizarre Szene, die für Gesprächsstoff sorgt und die Frage aufwirft, wie tief die Traditionen im Fußball wirklich reichen.

Ein galizischer brauch oder doch etwas anderes?

Ein galizischer brauch oder doch etwas anderes?

Der 25-jährige Owono, ein erfahrener Nationalspieler Guineas-Äquatorials (44 Länderspiele), gab an, die ungewöhnliche „Dekoration“ bereits im Aufwärmen bemerkt und entfernt zu haben. Doch in der zweiten Halbzeit, als Mario Soriano zum umjubelten Ausgleich traf, sei er erneut auf die Ajo-Köpfe gestoßen. „Da wusste ich: irgendetwas stimmt hier nicht“, erklärte Owono sichtlich überrascht.

Was zunächst wie ein skurriler Scherz wirkt, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als tief verwurzelter galizischer Brauch. Wie „Riazor.org“ berichtete, ist es in A Coruña üblich, dass Fans vor wichtigen Spielen Ajo-Köpfe auf das Spielfeld werfen, um die „Meigas“ – galizische Hexen – zu vertreiben und so dem Deportivo Glück zu wünschen. Der Glaube an die abwehrenden Kräfte des Knoblauchs ist in der Region tief verwurzelt und reicht bis in alte Volksüberlieferungen zurück, in denen Ajo als Schutz vor bösen Geistern gilt.

Doch Owono scheint diesen Brauch kritisch zu sehen. „In Afrika nennen wir das Zauberei“, so der Schlussmann, der bereits in seiner Jugend in Guinea-Äquatorial mit solchen Praktiken in Berührung gekommen war. „Es ist etwas anderes, eine neue Erfahrung“, fügte er hinzu, was die Verwirrung und den Unbehagen über die Situation unterstreicht. Dass die Fans in Riazor, angetrieben von der Hoffnung auf den direkten Aufstieg in die LaLiga EA Sports, so weit gehen, um ihrem Team Glück zu bringen, zeigt jedoch, wie wichtig der Fußball für die Menschen in Galicien ist.

Die Tatsache, dass der Deportivo nur noch einen Sieg aus zwei verbleibenden Spielen benötigt, um den Aufstieg perfekt zu machen, erklärt vielleicht die Intensität der „magischen“ Unterstützung. Ob die Ajo-Köpfe tatsächlich Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Jesús Owono wird in Zukunft wohl noch genauer auf sein Tor achten – und hoffentlich auf eine knoblauchfreie Zukunft.