Schock für den dfb: karl fällt vorzeitig aus dem wm-kader!

Ein schwerer Schlag für den deutschen Fußball: Lennart Karl, einer der Hoffnungsträger vor der Weltmeisterschaft, hat sich im Abschlusstraining in Chicago einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich am Freitagnachmittag – der talentierte Nachwuchsspieler des FC Bayern wird das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada verpassen.

Überraschungsmannschaft oder frühes aus für den youngster?

Überraschungsmannschaft oder frühes aus für den youngster?

Die Nachricht traf Bundestrainer Julian Nagelsmann wie ein Schlag. „Es tut mir wahnsinnig leid für Lenny“, erklärte er sichtlich betrübt. Der 18-Jährige hatte im jüngsten Länderspiel gegen Finnland sein Startelf-Debüt gegeben und überzeugt. Seine Unbekümmertheit, sein Spielwitz und sein Tempo hatten ihn schnell zu einem Publikumsliebling gemacht. Dass er nun ausgerechnet kurz vor dem größten Turnier seiner Karriere ausfällt, ist ein herber Rückschlag – nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Mannschaft.

Als Ersatz für Karl wurde überraschend Assan Ouédraogo vom RB Leipzig nachnominiert. Der 20-Jährige hatte im November sein bisher einziges Länderspiel absolviert und dabei sogar ein Tor erzielt. Doch seine Karriere war in den letzten Monaten von Knieverletzungen geplagt. Nagelsmann scheint jedoch zu vertrauen, dass Ouédraogo nun bereit ist, in der WM-Vorbereitung zu zeigen, was er kann. „Mit Assan bekommen wir einen Spieler, der ähnlich wie Lenny einen klasse Einstand bei uns hatte“, so der Bundestrainer. „Er ist ebenfalls hoch talentiert und soll hier mutig und unbeschwert aufspielen.“

Das Aus von Karl reiht sich in eine Reihe von Verletzungspech ein, das die Vorbereitung der Nationalmannschaft überschattet hat. Bereits im April musste der Münchner Teamkollege Serge Gnabry aufgrund eines Adduktorenrisses vorzeitig absagen. Nagelsmann steht somit vor der Aufgabe, die personellen Ausfälle zu kompensieren und eine schlagkräftige Mannschaft für die WM zu formen. Die Konkurrenz ist groß, der Druck ist hoch – und die Zeit drängt. Die Absage von Karl wirft einen langen Schatten auf die deutschen WM-Ambitionen.