Schmerzliches déjà-vu für franziska preuß bei olympia-staffel

Olympia in antholz: wieder ein schicksalstag für franziska preuß

Antholz – Bei der olympischen Frauenstaffel in Antholz erlebte Franziska Preuß ein schmerzhaftes Déjà-vu. Wieder einmal zeigte sie am Schießstand Schwächen, was der deutschen Mannschaft letztlich eine Medaille kostete. Die Enttäuschung war groß, doch die Konkurrentin Lou Jeanmonnot zeigte viel Mitgefühl und sprach über ihre kurze Begegnung mit der deutschen Biathletin.

Strafrunde kostet deutschland die medaille

Strafrunde kostet deutschland die medaille

Mit einer Strafrunde in der Frauenstaffel erlebte Franziska Preuß erneut ein dramatisches Rennen bei den Olympischen Spielen. Diese Schwäche führte dazu, dass Deutschland am Ende nur den vierten Platz belegte und somit knapp am Podium vorbeischrammte. Die Spannung war immens, die Erwartungen hoch, doch am Ende blieb die erhoffte Medaille aus.

Jeanmonnot zeigt mitgefühl und verständnis

Die Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin Lou Jeanmonnot drückte Franziska Preuß nach dem Rennen ihr tiefstes Mitgefühl aus. „Es war schwer, sie so zu sehen“, erklärte Jeanmonnot auf Nachfrage von SPORT1. Sie hatte zuvor mit dem französischen Team Gold gewonnen und dabei eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt, indem sie fast eine Minute Rückstand auf der zweiten Position wettmachte. Dabei überholte sie auch Preuß während deren Strafrunde.

Von rivalität zur freundschaft: eine besondere beziehung

Die beiden Athletinnen trafen sich nach dem Rennen sogar in der Umkleidekabine zu einem kurzen Austausch. „Ich will nicht sagen, wie es ihr wirklich ging, das kann nur sie selbst sagen – aber es ist schöner, wenn man Menschen, die man mag und liebt, glücklich sieht, und das war sie in diesem Moment nicht“, verriet Jeanmonnot.

In der vergangenen Saison lieferten sich Preuß und Jeanmonnoteinen packenden Kampf um die große Kristallkugel bis zur letzten Runde beim Massenstart in Oslo. Ein Sturz der Französin beim Überholversuch ermöglichte Preuß den Sieg sowohl im Rennen als auch in der Gesamtwertung. Doch anstatt von Verbitterung oder Vorwürfen entstand eine tiefe Freundschaft.

Ein privater besuch in ruhpolding

So besuchte JeanmonnotFranziska Preuß im vergangenen Sommer für mehrere Tage in Ruhpolding und übernachtete sogar in ihrem Haus. Dieser Besuch unterstreicht die enge Bindung, die sich zwischen den beiden Konkurrentinnen entwickelt hat. Es zeigt, dass Sport mehr ist als nur Wettbewerb – er kann auch Freundschaften stiften.

Jeanmonnot hofft auf besserung für preuß

Auch am Tag der Staffel zeigte sich die Verbundenheit der beiden. Obwohl Jeanmonnot einen erfolgreichen Tag in Antholz erlebte, gab sie zu, dass es „ein besserer Tag gewesen wäre, wenn ich meine Freundin lachend und glücklich gesehen hätte. Ich hoffe, sie wird es bald wieder sein“. Preuß hatte während der olympischen Wettkämpfe immer wieder mit Problemen im Stehendanschlag zu kämpfen.

Bereits in der Mixed-Staffel hatte sie eine Strafrunde geschossen, konnte aber noch Bronze retten. Die letzte Chance auf eine olympische Einzelmedaille hat sie nun im Massenstart am Samstag (ab 14.15 Uhr im LIVETICKER).