Schlotterbeck-poker: bvb-boss ricken gibt deadline-klarstellung ab

Dortmund – Der Knoten im Vertragsverlängerungs-Poker um Nationalspieler Nico Schlotterbeck beim BVB scheint noch lange nicht gelöst. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hat nun in der Sport Bild eine klare Ansage gemacht: Eine künstliche Deadline wird es nicht geben. Stattdessen setzt er auf einen respektvollen und vertraulichen Umgang, um den Druck gering zu halten – eine Strategie, die er im vorliegenden Fall für sinnvoll erachtet.

Rückhalt für schlotterbeck: drei optionen im spiel

Die Zeichen stehen weiterhin gut für eine Einigung. Ricken betonte, dass es drei mögliche Wege gibt: Verlängerung des aktuellen Vertrags, Verkauf im Sommer oder das Risikospiel mit dem auslaufenden Kontrakt. Letzteres will man aber um jeden Preis vermeiden. „Das wäre weder für uns noch für Nico gut“, so Ricken, der die Verlängerung weiterhin als wahrscheinlichste Option sieht. Die jüngsten Gespräche, an denen auch der neue Sportdirektor Ole Book beteiligt war, sollen „sehr inhaltlich“ gewesen sein. Book soll Schlotterbeck detailliert seine Pläne für den Kader und die Vorteile für den Spieler dargelegt haben.

Schlotterbecks Vertrag läuft noch bis Sommer 2027, doch die Aussagen nach dem 2:0-Sieg gegen Stuttgart deuten auf eine baldige Entscheidung hin. Der Spieler selbst äußerte sich positiv über die Gespräche mit Ricken und Book und deutete an, dass eine Entscheidung „nicht mehr lange dauern“ wird. Ein schneller Abschluss erscheint somit durchaus realistisch.

Neuanfang in der sportlichen führung: kehls abgang als mutige entscheidung

Neuanfang in der sportlichen führung: kehls abgang als mutige entscheidung

Der überraschende Abschied von Sebastian Kehl als Sportdirektor bleibt ein Thema. Ricken bestätigte, dass die Entscheidung ein „Prozess“ gewesen sei, der durch kontroverse Diskussionen in der sportlichen Führungsebene ausgelöst wurde. „Irgendwann waren wir an einem Punkt, wo wir gemeinsam entschieden haben, dass ein Neuanfang für beide Seiten das Beste ist.“ Das zeigt, dass der BVB bereit ist, auch schwierige Entscheidungen zu treffen, um den sportlichen Erfolg langfristig zu sichern.

Und während die Zukunft von Schlotterbeck noch nicht in Stein gemeißelt ist, steht fest: Trainer Niko Kovac wird auch in der kommenden Saison das Ruder beim BVB übernehmen. Ricken ließ keinen Zweifel daran: „Absolut. Ohne ihn stünden wir nicht auf Platz zwei.“ Kovac hat sich beim BVB bewiesen und passt hervorragend in den Verein. Ein starkes Signal an die Fans und ein Grund zur Zuversicht für die Zukunft.