Schlotterbeck-poker beendet – adeyemi-deal droht zum desaster?
Borussia Dortmund steht vor dem nächsten Balanceakt: Kaum war die Einigung mit Nico Schlotterbeck über einen Vertrag bis 2031 mit einer WM-Klausel über die Bühne, zeichnet sich beim Thema Karim Adeyemi eine ähnliche Zitterpartie ab. Der BVB droht, einen Millionen-Transfer ablösefrei zu verlieren – ein Szenario, das die Verantwortlichen um Sport-Boss Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book wachrütteln muss.

Verhandlungen festgefahren: adeyemis forderungen
Wie bereits im Fall Schlotterbeck scheinen die Verlängerungsgespräche mit dem 24-jährigen Dribbler Karim Adeyemi festzustehen. Sein Vertrag läuft 2027 aus, und die Verhandlungen über eine Verlängerung gestalten sich schwierig. Neben einer deutlichen Gehaltserhöhung – Gerüchte sprechen von bis zu sechs Millionen Euro – pocht Adeyemi auf eine Ausstiegsklausel. Das ist ein bekanntes Muster, das den BVB vor eine Herausforderung stellt: Erneute Zugeständnisse an einen Leistungsträger, um ihn langfristig an den Verein zu binden.
Die Gefahr: Ablösefreier Abgang. Sollte Adeyemi im Sommer 2027 den BVB verlassen, entgehen dem Verein erhebliche Einnahmen. Der Marktwert des Spielers wird auf rund 50 Millionen Euro geschätzt – ein erheblicher Verlust, den der BVB nicht verkraften kann. Die Verantwortlichen suchen daher fieberhaft nach einer Lösung, um diesen Worst-Case-Szenario abzuwenden.
Trainer Niko Kovač, der in seiner ersten Saison beim BVB bereits extreme Leistungsschwankungen bei Adeyemi beobachten musste, steht vor der Aufgabe, den Spieler wieder in Form zu bringen. Aktuell vegetiert der Angreifer meist nur auf der Ersatzbank, was seine Chancen auf eine WM-Nominierung zusätzlich schmälert und seinen Marktwert weiter drückt. Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.
Es wird gemunkelt, dass der BVB bereit ist, Kompromisse einzugehen. Ähnlich wie bei Schlotterbeck könnte eine Ausstiegsklausel die Zeichen der Einigung setzen. Diese Option wird von Adeyemi und seinem Berater, dem prominenten Jorge Mendes, seit Wochen explizit gefordert. Die Motivation dahinter ist klar: Top-Angebote für den Sommer sollen dem BVB präsentiert werden, ohne dass der Verein sofort eine hohe Ablösesumme kassieren muss.
Allerdings wird der BVB nicht kampflos aufgeben. Als Gegenleistung für eine Ausstiegsklausel und eine Gehaltserhöhung werden konstante Top-Leistungen von Adeyemi erwartet. Ob der Angreifer unter Kovač die Kurve bekommt und seine Leistungen nachhaltig steigern kann, bleibt abzuwarten. Der BVB muss nun schnell handeln, um den drohenden Millionen-Verlust abzuwenden und Adeyemi langfristig an den Verein zu binden. Ein neuer Kaugummi-Poker in Dortmund beginnt – mit dem Potenzial, entweder zu einer erfolgreichen Vertragsverlängerung oder zu einem teuren Fehlkalkül zu führen.
Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr: Im Fußballgeschäft sind Verträge oft nur eine Richtschnur, und der nächste Transfer-Poker ist meist nur eine Frage der Zeit.
