Schiffrin verpasst olympia-gold im riesenslalom – läuft ein fluch mit?

Olympia cortina d’ampezzo: schiffrins riesenslalom-enttäuschung und die frage nach dem mentalen druck

Cortina d’Ampezzo – Die US-amerikanische Ski-Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin musste sich bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo im Riesenslalom mit Platz elf begnügen. Die Erwartungen waren hoch, doch die Hoffnung auf eine Medaille zerschlug sich erneut. Shiffrin wirkte sichtlich erschöpft und enttäuscht im Ziel, was Spekulationen über eine mögliche mentale Blockade verstärkt.

Frühe enttäuschung im zweiten durchgang

Im zweiten Durchgang offenbarte Shiffrin Nervosität und konnte nicht an ihre Bestleistungen anknüpfen. 92 Hundertstel Sekunden fehlten auf die Goldmedaillengewinnerin Federica Brignone. Der ARD-Kommentator Bernd Schmelzer sprach von einem „unfassbaren Albtraum“ und äußerte sein Mitgefühl für die Athletin. Die Enttäuschung war sowohl bei Shiffrin als auch bei den Zuschauern deutlich spürbar.

Eine geschichte wiederholter enttäuschungen

Eine geschichte wiederholter enttäuschungen

Es ist nicht das erste Mal, dass Shiffrin bei Olympischen Spielen hinter ihren Erwartungen zurückbleibt. Bereits bei den Spielen in Peking 2022 blieb sie ohne Medaille, obwohl sie als klare Favoritin galt. Die Erinnerungen an vergangene Misserfolge scheinen an ihr zu lasten. Felix Neureuther äußerte damals in der ARD sein Bedauern über Shiffrins Leistung.

Desaster auch in der team-kombination

Vor dem Riesenslalom erlebte Shiffrin bereits in der Team-Kombination einen Rückschlag. Nach einem starken Lauf von Breezy Johnson im Abfahrtsrennen fuhr Shiffrin im Slalom zu passiv und verpasste so eine gute Platzierung für das US-Team. Die USA landeten letztendlich nur auf Platz vier. Shiffrin selbst gab an, sich nicht wohl genug gefühlt zu haben, um Vollgas zu geben.

Die frage nach der mentalen blockade

Mit 108 Weltcupsiegen ist Shiffrin die erfolgreichste Ski-Alpin-Fahrerin der Geschichte. Trotz ihrer Dominanz im Weltcup kann sie diese Erfolge bisher nicht in vergleichbarer Weise bei Olympischen Spielen wiederholen. Dies wirft die Frage auf, ob Shiffrin unter einer Art Olympia-Blockade leidet. Kann sie den mentalen Druck bei den wichtigsten Wettbewerben nicht bewältigen?

Letzte chance im slalom

Am Mittwoch hat Shiffrin eine letzte Chance, bei Olympia eine Medaille zu gewinnen. Im Slalom, ihrer Paradedisziplin, ist sie die klare Favoritin. In diesem Winter gewann sie sieben von acht Weltcupslaloms und holte in ihrer Karriere bereits neun kleine Kristallkugeln und 71 Weltcupsiege in dieser Disziplin. Alle Augen werden auf ihren Auftritt gerichtet sein.

Lindsey vonn nach sturz ins krankenhaus

Neben Shiffrins Enttäuschung gab es auch besorgniserregende Nachrichten für das US-Team: Lindsey Vonn stürzte bei der Olympia-Abfahrt schwer und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Wir wünschen ihr eine schnelle Genesung!

Bleibt abzuwarten, ob Shiffrin den mentalen Druck überwinden kann und im Slalom ihre Olympia-Träume verwirklichen kann. Die Sportwelt verfolgt gespannt ihren nächsten Auftritt.