Schiedsrichter-legende jiménez beendet 21-jährige karriere: gesundheit geht vor!

Nach 606 Top-Partien und unzähligen Erinnerungen an den Beginn mit der Pfeife im Schulhof hat Benjamín Jiménez (Puerto Real, 1976) endgültig den Schlussstrich gezogen. Der renommierte Schiedsrichter, der das spanische Baskeball über zwei Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat, hängt seine Pfeife an den Nagel – aus gesundheitlichen Gründen.

Die bittere wahrheit hinter dem abschied

Es ist kein plötzlicher Entschluss gewesen. Jiménez sprach offen über die körperlichen Belastungen, die ihn zu dieser schweren Entscheidung zwangen. „Ich hatte mir vorgenommen, das nächste Jahr noch zu überlegen, aber nach dem Problem mit der Achillessehne musste ich alles neu bewerten“, erklärte er. Die ständigen Untersuchungen, die Vorbereitung auf die Fitness-Tests und die Notwendigkeit, sich permanent zu behandeln, forderten ihren Tribut. Ein Arzt warnte ihn deutlich: „Wenn Sie weiterhin mit diesem Knie belastet, benötigen Sie in drei oder vier Jahren eine Prothese.“

Die Entscheidung, die Gesundheit über die Leidenschaft zu stellen, reifte in Gesprächen mit seiner Frau und seinen Töchtern. Es war ein „kleiner Anstoß“, wie er selbst sagte, um die Gesundheit an erste Stelle zu setzen – vor allem nach den Problemen mit der Achillessehne. Jiménez betonte, dass er sein Bestes gegeben habe, um weiterhin pfeifen zu können, aber die körperlichen Einschränkungen ließen ihm keine andere Wahl.

Vom schulhof zum internationalen parkett: eine ungewöhnliche karriere

Vom schulhof zum internationalen parkett: eine ungewöhnliche karriere

Die Schiedsrichterkarriere von Jiménez begann im Schulhof seiner alten Schule. „Ich spielte in der Jugendmannschaft meines Heimatortes und wurde einmal vom Lehrer gefragt, ob ich nicht pfeifen könnte. Es hat mir Spaß gemacht und bot eine andere Möglichkeit, mit dem Basketball in Verbindung zu bleiben“, erinnert sich Jiménez. Er gesteht offen: „Ich bin ein frustrierter Spieler. Das wird oft über Schiedsrichter gesagt, und es stimmt. Ich habe als Schiedsrichter mehr erreicht, als ich jemals als Spieler gekonnt hätte.“

Es war eine Berufung, eine Leidenschaft, die ihn antrieb. „Man muss es einfach mögen“, so Jiménez. Er schied Freundschaftsspiele mit ehemaligen Mitspielern, sogar gegen seinen eigenen Vater. Die Zeit in der Liga seiner Heimatstadt Puerto Real war ein besonderes Kapitel.

Der respekt am spielfeldrand: ein appell

Der respekt am spielfeldrand: ein appell

Jiménez sprach offen über die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Schiedsrichtern, insbesondere im Jugendbereich. „Im Profibereich gibt es meistens Respekt, aber außerhalb des Spielfelds ist es schwieriger zu kontrollieren. Jeder muss seine eigenen Grenzen setzen.“ Er kritisierte zudem die oft pauschalen Verurteilungen von Schiedsrichtern in den Medien. „Wenn man hört, was über Schiedsrichter gesagt wird, dann fragt man sich, ob diese Kommentatoren gerne gehört würden, wenn man sie so schlechtmacht.“

Der Ex-Schiedsrichter betont, dass das Basketballspielen von Fehlern lebt. „Fehler sind Teil des Lebens, und wir alle machen sie“, so Jiménez. Er sieht den schlechtesten Feind eines Schiedsrichters in der „Angst, einzugreifen“, was zu Selbstzweifeln und Blockaden führen kann.

Ein vermächtnis der freundschaft und der ruhe

Ein vermächtnis der freundschaft und der ruhe

Benjamín Jiménez verlässt die Schiedsrichterbühne mit einem Lächeln und dem Gefühl, alles gegeben zu haben. „Ich gehe mit Freunden, Erfahrungen und guten Erinnerungen. Vor allem aber mit dem Gefühl der Ruhe, zu wissen, dass ich mein Bestes gegeben habe.“ Seine Entscheidung ist ein Beispiel dafür, dass Gesundheit und persönliches Wohlbefinden Vorrang vor einer Karriere haben sollten, selbst wenn diese von Leidenschaft und Erfolg geprägt ist.