Schiedsrichter-gage explodiert: 100.000 euro für wm-pfeifer!
Die Fußballwelt staunt: Schiedsrichter bei der nächsten Weltmeisterschaft könnten bis zu 100.000 Euro kassieren – eine Verdoppelung der Bezüge im Vergleich zu Brasilien 2014. Die FIFA krempelt die Vergütungsstrukturen ordentlich um, um die besten Unparteiischen der Welt anzulocken. Aber es gibt noch mehr Neues im Fußball-Business.
Var-regeln und neue strafen: so wird fußball verschärft
Neben den astronomischen Gehältern hat die FIFA auch eine Reihe neuer Regeln und VAR-Protokolle beschlossen, die ab 2026 in Kraft treten. Spieler, die ausgewechselt werden, müssen nun innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen – andernfalls muss der nachfolgende Spieler eine Minute warten. Bei Einwürfen und Abwürfen gilt eine Fünf-Sekunden-Regel: Wer sie überschreitet, muss die Aktion wiederholen, und der Gegner profitiert. Eine willkommene Änderung, um Zeitspiel zu unterbinden.
Auch die Behandlung von verletzten Spielern wird strenger gehandhabt. Medizinisches Personal darf nun nicht mehr einfach am Spielfeldrand herumlungern, sondern muss den Spieler für eine Minute vom Platz führen, es sei denn, die Verletzung wurde durch ein Foul verursacht, das mit einer gelben Karte geahndet wird. Besonders pikant: Torhüter, die sich verletzen und auf dem Boden liegen, dürfen keine taktischen Anweisungen von der Bank entgegennehmen – das ist ab sofort untersagt.
Das VAR-System bekommt ebenfalls neue Kompetenzen. So kann der Video-Schiedsrichter nun erstmals einen Abseitsfehler bei der Vergabe eines Eckballs korrigieren und auch Sperren aufgrund von wiederholtem Foulspiel überprüfen. Und wer die Lippen öffnet und Schiedsrichter beleidigt, riskiert nicht nur eine Verwarnung, sondern auch eine öffentliche Zensur – der Mund muss bedeckt sein!
Die Summen, die Top-Schiedsrichter in Europa bereits im Vorfeld verdienen, sind beachtlich. Marco Guida, beispielsweise, nahm in der vergangenen Saison in Italien über 180.000 Euro mit. In England sind Michael Oliver und Anthony Taylor mit rund 250.000 Euro noch besser dran.

Somalischer wm-schiedsrichter artan wird abgewiesen – skandal in miami!
Doch nicht alles läuft rund im WM-Umfeld. Ein bitterer Rückschlag für den somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan: Er wurde am Flughafen Miami abgewiesen und darf nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Der 1992 geborene Artan, der im vergangenen Jahr als bester afrikanischer Schiedsrichter ausgezeichnet wurde und als erster Somalier überhaupt für die WM-Finalrunde ausgewählt wurde, musste seine Reise nach Istanbul abbrechen. Die US-Behörden begründeten die Entscheidung mit „weiteren Kontrollen“ und Problemen bei der Überprüfung seiner Identität. Ein Skandal, der die Fußballwelt in Aufruhr versetzt hat.
Auch Somalias Sportminister Aden Anshir reagierte scharf auf den Vorfall: „Die Weigerung, ihm die Einreise zu gewähren, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Engagement des Fußballs für Fairness und Chancengleichheit.“ Die FIFA wiederum äußerte sich zurückhaltend und verwies auf die Souveränität des Gastlandes bei der Visumserteilung. Ein diplomatisches Tauziehen, das den sportlichen Fokus auf die WM trübt.
Die Frage bleibt: Wie wird die FIFA mit solchen Vorkommnissen in Zukunft umgehen, um sicherzustellen, dass talentierte Schiedsrichter aus aller Welt die Chance haben, auf höchstem Niveau zu pfeifen? Die Antwort wird die Glaubwürdigkeit des Weltfußballs maßgeblich beeinflussen.
