Scherfen im fokus: folgaria wird zur neuen heimat der nationalmannschaft!
Rom – Ein Wendepunkt für den deutschen Fechtsport! Unter dem Strich hat Luigi Mazzone, Präsident des italienischen Fechtverbandes (Fis), eine überraschende und zugleich vielversprechende Entscheidung verkündet: Folgaria in Trentino wird ab dem kommenden Juni die neue Trainingsbasis für alle italienischen Nationalfechter für die nächsten drei Jahre sein. Eine strategische Partnerschaft, die den Weg für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 ebnen soll.
Ein ungewöhnlicher austragungsort für nationale meisterschaften
Die Entscheidung, die nationalen Meisterschaften nicht in den gewohnten Hallen auszurichten, sondern auf der Terrasse des Pincio in Rom, erwies sich als Volltreffer. Das Publikum stürmte die Location, um die Finals in der Serie A1 und das paralympische Florett zu verfolgen – ein Beweis dafür, dass Fechtsport mehr sein kann als nur eine Disziplin in geschlossenen Räumen. Mazzone betonte: “Das Pincio war eine Wette, die sich ausgezahlt hat. Wir wollten den Fechtsport zu den Menschen bringen, ihn aus den Hallen holen und ein Schaufenster schaffen, das uns die dringend benötigte Aufmerksamkeit verschafft.”

Inklusion und leistung: die säulen des italienischen fechtsports
Doch Mazzone sieht in der Schermen weit mehr als nur sportliche Leistung. Er unterstreicht die Bedeutung der Inklusion und Integration, insbesondere im Zusammenspiel von Olympioniken und Paralympiern. “Als Arzt habe ich die Pflicht, dieses Beispiel vorzuleben, das die Föderation schon vor meiner Amtszeit verfolgt.” Die italienische Schermen genießt einen ausgezeichneten Ruf in Sachen Inklusion, aber Mazzone mahnt zur Geduld: “Los Angeles ist ein langfristiges Projekt. Aktuell liegt unser Fokus auf der Weltmeisterschaft in Hongkong, die auch den Beginn der olympischen Qualifikation markiert.”

Neue impulse und generationenwechsel im team
Die Bundestrainer geben ebenfalls Einblicke in ihre Arbeit. Diego Confalonieri, der neue Trainer der Degen-Herren, kündigt einen Umbruch an: “Ich bringe Engagement, Leidenschaft und den Willen zum Sieg mit. Wir wollen eine ambitionierte Mannschaft formen und junge Talente fördern. Ein Generationenwechsel ist im Gange, und sie sollen das Herz der Mannschaft bei den Europameisterschaften bilden.” Dario Chiadò, der Trainer der Degen-Damen, ist stolz auf seine Mannschaft, insbesondere nach dem Gewinn der Goldmedaille in Paris. “Es ist eine große Verantwortung, aber wir arbeiten hart, um uns zu bestätigen. Auch wenn Mara Navarria fehlt, haben Rossella Fiamingo, Giulia Rizzi und Alberta Santuccio eindrucksvoll bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können.”

Santarellis traum von los angeles und markowskas streben nach sicherheit
Der erfahrene Andrea Santarelli, einer der erfahrensten Fechter im italienischen Team, träumt von Los Angeles und der einzigen fehlenden individuellen Medaille. “Wir haben das Welt- und Europagold nach Italien zurückgebracht. Mit einer jungen und starken Mannschaft wollen wir die Messlatte noch höher legen. Unsere Stärke liegt in unserer Vielfalt: Wir haben unterschiedliche Techniken und Körperbauten, im Gegensatz zu anderen Nationen.” Julia Markowska, paralympische Säbel-Fechterin, arbeitet hart an ihrer “aggressiven Sicherheit” auf der Bahn. “Gare für Gare wächst das Selbstvertrauen.”
Trentino wird zur fecht-hochburg
Mit der Ankunft der Schermen in Folgaria vom 8. Juni an, wird Trentino zu einer echten Fecht-Hochburg. Mattia Gottardi, Stadtrat von Trentino, freut sich über die Partnerschaft: “Wir sind nicht nur eine Sportregion, sondern ein Trainingscamp unter freiem Himmel. Wir bieten erstklassige Strukturen und sind stolz darauf, die Fechter bei uns willkommen zu heißen und ihnen die Schönheit und Köstlichkeiten unserer Region näherzubringen.” Die Zusammenarbeit mit der Fis unterstreicht die Bedeutung von Inklusion und Nachhaltigkeit im Sport.
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