Schalke testet ohne muslic: drei langzeitverletzte drängen auf comeback
Knapp 48 Stunden nach dem Last-Minute-Ausgleich in Darmstadt schickt Schalke 04 eine B-Elf nach Unterfranken – und muss dabei auf Miron Muslic verzichten. Der Coach genehmigte sich ein Kurzurlaub in Oberösterreich, während Tim Hoogland, Eddie Lattimore und Adin Osmanbasic den Test bei Schlusslicht Schweinfurt 05 (Donnerstag, 18 Uhr) leiten.

Antwi-adjei, donkor und gantenbein: endlich wieder dabei
Die drei Musketiere der Leidensgeschichte stehen vor ihrem ersten Pflichtspiel-Einsatz seit Monaten: Christopher Antwi-Adjei (Muskelverletzung), Anton Donkor (Knie) und Adrian Gantenbein (Bänderriss) absolvierten am Dienstag die höchste Belastung seit ihrer Rückkehr ins Teamtraining. „Sie haben keine Schmerzen mehr, nur noch den Bewegungsdrang“, sagt ein Staff-Mitarbeiter. Gegen Schweinfurt sollen sie jeweils 45 bis 60 Minuten Spielzeit erhalten – ein Vorgeschmack auf den Saisonendspurt.
Die Konkurrenz schläft nicht. Edin Dzeko und Adil Aouchiche fehlen wegen Länderspielreisen, doch ihre Stammplätze sind längst vergeben. Auch Moussa Sylla weiß, dass seine Doppelchance gegen Darmstadt (Treffer zum 1:0) nur eine Ausnahme war. „Tore zu schießen, ist immer eine Freude“, sagt er lächelnd, „aber Edin ist ein Top-Spieler. Für den Klub ist das super.“ Die Hierarchie bleibt klar: Dzeko startet am Ostersonntag gegen Karlsruhe, Sylla springt wieder ein.
Vitalie Becker und Bryan Lasme dagegen müssen noch zusehen. Erst seit einer Woche wieder auf dem Platz, ist ihr Einsatz gegen Schweinfurt zu früh – ein Rückfall wäre tödlich für die Restsaison. Schalke braucht jeden fitnen Körper, will die Zweitliga-Meisterschaft nicht aus der Hand geben. Die Lücken werden kleiner, die Luft dünner. Und mit jedem Trainingstag wächst der Druck.
Die Botschaft aus der Kabine: „Wir haben 24 Stunden, um die Beine zu schütteln, dann geht’s um Punkte.“ Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden, aber die Rückkehr der Verletzten könnte der entscheidende Turbo sein. Muslic lässt sich in den Bergen Zeit – seine Co-Trainer müssen liefern.
