Schalke patzt: nürnbergs triumph – ibiza-trip rächt sich?

Der Aufstiegsrausch scheint die Königsblauen noch in den Knochen zu stecken. Schalke 04, gerade erst in die Bundesliga zurückgekehrt, erlitt am Samstagabend eine deutliche 0:3-Niederlage beim 1. FC Nürnberg – die erste Ligapflichtspielniederlage seit Ende Januar. Ein herber Rückschlag für die ambitionierten Schalker, die nun offenbar die Folgen ihres ausgiebigen Feierns nach dem Aufstieg zu spüren bekommen.

Die nürnberger zeigen schalke die grenzen auf

Die nürnberger zeigen schalke die grenzen auf

Die Partie im Max-Morlock-Stadion verlief für Schalke von Beginn an unglücklich. Bereits in der 20. Minute unterlief Ron Schallenberg ein Eigentor, das die Gastgeber in Führung brachte. Henri Koudossou erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0, und Mohamed Ali Zoma sorgte mit seinem Treffer in der 72. Minute für die klare Entscheidung. Dabei hätte der Sieg für Nürnberg noch deutlicher ausfallen können, denn zwei Treffer von Zoma wurden in der ersten Halbzeit aufgrund von Abseitspositionen nicht gegeben. Auch Koudossou traf kurz darauf am Pfosten. Das Team von Trainer Miroslav Klose war demnach über die gesamte Spielzeit gesehen die klar überlegene Mannschaft.

Trainer Miron Muslic hatte vor dem Spiel betont, es gehe darum, „in den Wettkampfmodus zurückzufinden“. Doch die Leistung seiner Mannschaft ließ diese Aussage in einem ironischen Licht erscheinen. Die Abwesenheit von Stammtorhüter Loris Karius, der sich in Italien um die Geburt seines zweiten Kindes kümmert, mag eine Erklärung sein, doch sie entschuldigt die erschlaffte Vorstellung der Schalker nicht.

Ein Detail, das viele übersehen: Die Nürnberger, die sich mit diesem Sieg auf den achten Rang der Tabelle vorarbeiten, präsentierten sich als ein Team, das trotz des bisher eher unspektakulären Saisonverlaufs noch enormes Potenzial besitzt. Schalke hingegen wirkt verunsichert und muss nun dringend eine Reaktion zeigen, um den Anschluss an die Spitzenteams nicht zu verlieren. Der Ibiza-Trip mag zwar kurz gewesen sein, aber die Nachwirkungen sind offensichtlich noch spürbar.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Muslic es schafft, seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen und den Aufstiegsrausch hinter sich zu lassen. Sonst könnte die Rückkehr in die Bundesliga schneller wieder in eine Abstiegssorge umschlagen.