Schäfer: chapado gibt athletik-vorstand das nachsehen!
Ein überraschendes Ende für Raúl Chapado: Der scheidende Präsident des spanischen Leichtathletik-Verbands (RFEA) hat seine Rücktrittspläne bekannt gegeben – und das kurz vor seinem möglichen Aufstieg an die Spitze von World Athletics. Bei einem Sportfrühstück von Europa Press verkündete Chapado, dass er 2028 seinen Abschied einleiten wird, eine Entscheidung, die nun viele Fragen aufwirft.

Ein trio von mandaten reicht für chapado aus
Chapado, der seit 2016 das Ruder beim spanischen Verband übernommen hat, hatte bei seiner ersten Wahl bereits eine Selbstbeschränkung auf drei Amtszeiten festgelegt. „Ich werde mich nicht erneut für das Präsidentenamt bewerben. Mein Zeitraum endet 2028“, so Chapado. Diese Entscheidung, wie er betont, diene der zügigen und effizienten Gestaltung der Verbandsarbeit. Die klare Zielvorgabe sei ein Motivator, die anstehenden Aufgaben zügig zu erledigen.
Doch der Rücktritt ist nicht alles. Chapado peilt gleichzeitig die Nachfolge von Sebastian Coe bei World Athletics an, einer Position, die als eine der wichtigsten im internationalen Sport gilt. „Ich bin in diesem Rennen dabei“, erklärte er, wobei er die Schwierigkeit dieses Vorhabens aufgrund des hohen Ansehens Coes hervorhob. Coe, der seit 2023 im Amt ist, genießt hohes Ansehen und wird allgemein als der Maßstab für Leichtathletik-Führung betrachtet.
Chapados Weg zur Spitze des spanischen Verbands war von deutlichen Mehrheiten geprägt. 2016 erhielt er bereits in der ersten Runde 105 Stimmen, deutlich mehr als sein Konkurrent Isidoro Hornillos (48 Stimmen). Auch die folgenden Wiederwahlen waren eindeutig, mit 127 Stimmen im Jahr 2020 und einer Einmann-Kandidatur im November 2024. Seine Rolle als Vizepräsident von World Athletics und Mitglied des European Athletics Council unterstreicht seine Bedeutung im internationalen Sportgeschehen.
Die Ankündigung von Chapados Rücktritt wirft nun die Frage auf, wer sein Nachfolger werden wird. Während er selbst auf die Chance bei World Athletics hofft, bleibt die Suche nach einer geeigneten Führungspersönlichkeit für die RFEA bestehen. Es bleibt abzuwarten, ob seine Ambitionen im globalen Maßstab erfolgreich sein werden, während die spanische Leichtathletik einen neuen Kurs einschlagen muss.
