Scariolo verpasst erneut die euroleague – kann madrid noch retten?
Ein Schatten liegt über dem Real Madrid: Sergio Scariolo muss erneut die bittere Erkenntnis hinnehmen, dass ihm der ersehnte EuroLeague-Titel verwehrt bleibt. Die Niederlage im Finale gegen Olympiakos Athen markiert einen weiteren Tiefpunkt in einer Saison voller Enttäuschungen und wirft die Frage auf, ob die Königlichen noch die Wende schaffen können.

Die verpasste chance in athen
Drei Final-Four-Teilnahmen, drei Niederlagen. Für Scariolo und das Real Madrid ist die EuroLeague weiterhin ein unbezwingbares Bollwerk. Besonders schmerzhaft ist die erneute Enttäuschung, da man in dieser zweiten Amtszeit in Madrid den Titel so nah scheint. Die Niederlage gegen Olympiakos wirft nun einen langen Schatten auf die restliche Saison und lässt die Fans bangen, ob ein völlig verschenktes Jahr abgewendet werden kann.
Die Bilanz der letzten Spiele ist düster: Die Supercopa Endesa ging an Valencia Basket, die Copa del Rey an Baskonia. Drei Endspiele, drei Niederlagen – ein Muster, das sich hartnäckig hält. Doch die Liga Endesa bietet noch eine letzte Chance auf Rettung. Madrid hat die Vorrunde dominiert und sich den Heimvorteil für die Playoffs gesichert. Aber es wird kein Spaziergang, wie Scariolo betont. Die kommenden Serien könnten alles andere als einfach werden.
Die Personalsituation ist alarmierend. Der Ausfall von Tavares, Len und Garuba innerhalb von nur 24 Tagen hat die Innenverteidigung des Teams massiv geschwächt. Der hinzugekommene Türke Omer Yurtseven kann zwar etwas entlasten, doch der Verein wird sich dringend nach einem weiteren erfahrenen Center umsehen, der zudem den jeweiligen Cup-Regelungen entspricht. Die Final Four war bereits eine Herausforderung, die Playoffs werden noch schwieriger.
Die körperlichen Strapazen der letzten Wochen haben dem Team offenbar schwer zugefallen. Wie wird sich Madrid mental von diesem Rückschlag erholen? Viele Teams sind nach einer Final-Four-Niederlage schwer angeschlagen, und die psychologische Belastung darf nicht unterschätzt werden. Es gilt, die entstandenen Löcher zu stopfen, den Neuzugang zu integrieren und vor allem die Köpfe wieder frei zu bekommen. Denn ein Jahr ohne Titel kann für ein so ambitioniertes Projekt verheerend sein, selbst wenn man die Ausfälle durch Verletzungen berücksichtigt.
Die Arbeit auf dem Feld ist entscheidend, aber ebenso wichtig ist die Arbeit im Kopf. Nur so kann Madrid die Saison noch positiv beenden und den Fans eine Atemberaubende Leistung bieten.
