Sc magdeburg dominiert: pokal-generalprobe mit kuriosem zwischenfall!
Ein Machtdemonstration in der Getec Arena: Der SC Magdeburg hat sich am Sonntag gegen den HC Erlangen mit 35:31 behauptet und damit nicht nur seine Tabellenführung in der Handball-Bundesliga gefestigt, sondern auch eine ausgezeichnete Vorbereitung für das Final Four des DHB-Pokals hingelegt. Die Sieben-Punkte-Lücke zu Verfolger Flensburg-Handewitt lässt wenig Zweifel an der Meisterschaft zu.

Ein spiel voller emotionen und eine unerwartete strafe
Das Spiel war von Anfang an von hoher Intensität geprägt. Der HC Erlangen, der dem SCM im Hinspiel noch einen Punkt abringen konnte, leistete erneut leidenschaftlichen Widerstand. Doch Magdeburg zeigte sich von dieser Herausforderung unbeeindruckt und kontrollierte das Spielgeschehen über weite Teile der Partie. Besonders Omar Ingi Magnusson brillierte mit 14 Treffern und war der Schlüssel zum Erfolg der Magdeburger.
Doch das Spielgeschehen wurde durch einen denkwürdigen Moment unterbrochen. In der 22. Minute verlor SCM-Trainer Bennet Wiegert die Nerven nach einem Gegentreffer und stürmte in hellem Wutausbruch auf das Feld. Dabei rannte er Yannik Bialowas, der gerade in die eigene Hälfte zurücklief, schlichtweg um. Die Folge: Eine Zwei-Minuten-Strafe für den Trainer und ein leicht verärgerter Bialowas, der zum Glück unverletzt blieb. Ein kurioser Moment, der das Spiel kurz unterbrach, aber die Dominanz des SCM keinesfalls gefährdete.
Die Ausgangslage: Bereits im Hinspiel hatte der HCE für Furore gesorgt, als er dem SCM den ersten Punktverlust der Saison abnahm. Dieses Rückspiel sollte zeigen, ob die Magdeburger aus dieser Erfahrung gelernt hatten. Und tatsächlich, nach einer zunächst ausgeglichenen Phase setzte sich der SCM im zweiten Abschnitt deutlich ab.
Mit dem Blick auf das Pokal-Halbfinale am kommenden Samstag in Köln ist der Sieg gegen Erlangen eine willkommene Stärkung der Nerven. Dort trifft der SCM auf den Bergischen HC, der im Duell gegen den TVB Stuttgart ein 25:25 (10:13) erreichte. Das zweite Ticket für das Finale wird zwischen TBV Lemgo Lippe und den Füchsen Berlin ausgespielt, die sich am Abend ebenfalls gegenüberstehen.
Im Norden setzte sich der THW Kiel beim HSV Hamburg mit 34:27 (19:14) durch. Eric Johansson war mit acht Treffern der beste Werfer der Kieler, unterstützt von Gonzalo Pérez de Vargas, der mit zahlreichen Paraden überzeugte. Die Chancen im oberen Tabellendrittel bleiben somit bestehen.
Die Sieben-Punkte-Führung des SCM in der Liga ist ein deutliches Zeichen der Dominanz. Doch der Blick gilt nun dem Pokal und der bevorstehenden Herausforderung in Köln. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der SCM auch hier seine beeindruckende Form bestätigen kann.
