Sc bern: radikalumbruch nach saison-desaster!
Bern – Der SC Bern steht vor einem kompletten Neuanfang. Nach einer verkrafteten Saison, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb, reagiert der Club mit einem fulminanten Umbruch, der sowohl das Trainerteam als auch zahlreiche Leistungsträger betrifft. Sportdirektor Martin Plüss zieht die Reißleine – ein Beben in der National League.
Heinz ehlers verlässt die trainerbank
Die Entscheidung fiel hart, aber unumgänglich: Headcoach Heinz Ehlers wird das Team in der kommenden Saison nicht mehr an der Bande betreuen. Die verpassten Playoff-Hoffnungen und die insgesamt unbefriedigende Leistung führten zu dieser Konsequenz. „Wir haben unsere Ziele verfehlt und müssen handeln“, erklärte Plüss auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren, die Verantwortlichen wollen die Entscheidung bis Mitte Mai verkünden. Wer das Erbe von Ehlers antritt, bleibt vorerst spannend.

Vielzahl von abgängen: leistungsträger verlassen den scb
Doch nicht nur auf der Trainerbank räumt man auf. Ein Großteil des Kaders wird ebenfalls erneuert. Die auslaufenden Verträge von Aleksandr Iakovenko, Andri Henauer, Victor Ejdsell, Mike Sgarbossa und Noah Fuss werden nicht verlängert. Besonders schmerzhaft für die Fans: Kapitän Ramon Untersander, Joël Vermin und Hardy Häman Aktell verlassen den Verein. Die Verhandlungen mit dem Trio laufen zwar in „einvernehmlichen Bahnen“, wie Plüss betonte, doch der Abschied ist unausweichlich. Youngster Gregory Weber wird zudem ausgeliehen und in der Swiss League beim EHC Arosa Spielpraxis sammeln.

Kontinuität im staff und neue gesichter
Während der Trainerwechsel ansteht, gibt es positive Nachrichten bezüglich des Staffs. Pavel Rosa verlängert seinen Vertrag um zwei Jahre und wird den neuen Coach unterstützen. Neu ins Team stoßen der Goalie-Coach Tim Bertsche (vom EHC Kloten) und der Materialchef Andreas Vogt (von den SC Rapperswil-Jona Lakers), die Simo Vehviläinen und Uwe Moser ersetzen. Ein Mix aus bewährter Erfahrung und frischem Wind soll den SC Bern in die neue Saison führen. Die Aufgabe ist klar: Ein neues Team, eine neue Strategie und der unbedingte Wille, die Fans wieder zu begeistern.
