Sassuolo schlägt atalanta 2:1 – grosso feiert seinen höhenflug

Fabio Grosso spuckte keine Wärme, er schleuderte Feuer. Mit zehn Mann schlug Sassuolo Atalanta 2:1, schob sich auf Platz acht und lässt die Serie A aufhorchen. Die Niederlage für die Bergamasker war ein K.o. im Kampf um die Champions-League-Ränge.

Grosso nach der sensation: „verrückt, was diese jungs geleistet haben“

Der Coach ließ keine Sekunde lang Zweifel aufkommen. „Wir haben ein verrücktes Spiel gemacht“, sagte er nach dem Schlusspfiff, „klar, konzentriert, mit dem Herz eines Boxers, der nach der zwölften Runde noch auf den Beinen ist.“ Die Zahlen sprechen für ihn: dritter Sieg in Folge, 38 Punkte, das beste Sassuolo-Budget seit Jahren.

Die Tore fielen früh und spät. Kone traf nach 13 Minuten, Thorstvedt erhöhte in der 71. Minute, nachdem Pinamonti bereits in der 16. Minute mit Rot vom Platz musste. Musahs Anschlusstreffer in der 89. Minute kam zu spät – Atalanta wirkte wie ein Boxer, der die letzte Glocke nicht mehr vor der KO-Minute gehört hat.

Atalanta steckt in der krise – champions-league-plätze weg

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Palladino stand später wie ein Schatten vor der Presse. „Wir haben die Kontrolle verloren, als wir in Überzahl waren. Das darf nicht passieren.“ Die Orobici verpassten die Chance, auf Platz vier zu springen. Statistik: nur zwei Siege aus den letzten sieben Partien. Die Luft wird dünn.

Grosso hingegen feiert nicht nur Punkte, sondern eine Mentalitätswende. „Jeder, der heute hereingekommen ist, hat sofort Tempo reingebracht. Das ist kein Zufall, das ist Training.“ Die Fans sangen bis in die Nacht hinein, die Curva Nord wurde zur Kirche der Auferstehung.

Die Serie A erwacht mitten in der Saison aus dem Winterschlaf. Sassuolo jagt Europa, Atalanta muss ums internationale Geschäft bangen. Die Tabelle lügt nie – und momentan lügt sie gnadenlos gegen die Bergamasker.