Sarri zieht bilanz: gila glänzt, marusic patzt – lazio fliegt unter palladino

Die Noten der Gazzetta lügen nicht: Maurizio Sarri darf sich über frische Impulse freuen, während Marusic beim 1:2 in Bergamo die schwarze Null kassiert. Die Lazialehre des Montags: Zappacosta bleibt Goldrand, Cataldi schlägt zurück.

Gila und cataldi liefern den beweis

Als Luigi Gila in der 63. Minute für den angeschlagenen Romagnoli eingriff, ahnte niemand, dass der 22-Jährige binnen Sekunden die vertikale Pass-Statistik von 78 % auf 91 % hochschrauben würde. Sein Zweikampf-Wert (11 von 13 gewonnen) überstrahlte sogar Provedel. Daneben rückte Danilo Cataldi ins Zentrum, legte das 1:1 vor und verzeichnete 97 Ballaktionen – mehr als jeder Feldspieler vor ihm. Sarri hatte ihn zuletzt geschont, nun fordert er Regelmäßigkeit.

Nuno Tavares auf der linken Seite? Ein Offensiv-Feuerwerk mit sieben Torschüssen, aber auch zwei Ballverlusten im Aufbau. Die Gemengelage: Erst sprintet er 60 Meter, um Atalanta-Verteidiger Hien zu überlaufen, dann verliert er im Sechzehner die Nerven. Die Note 6,5 der Gazzetta spiegelt diese Schizophrenie wider.

Marusic stolpert über zapata

Marusic stolpert über zapata

Die Sequenz, die Adam Marusic verfolgt, dauert 14 Sekunden. Zapata nimmt die Murmel an der Mittellinie mit, Marusic orientiert sich falsch, verliert die Absicherung – 0:1. Trainer Sarri verdreht die Hände, weil er gerade Manuel Lazzari schonte. Die Statistik: In seinen letzten fünf Einsätzen kassierte Marusic nun fünf Gegentore über seine Seite. Die Konsequenz: Lazzari kehrt laut Corriere dello Sport „sofort“ zurück.

Palladinos turbo kommt von zappacosta

Palladinos turbo kommt von zappacosta

Während Lazio taumelt, jubelt Raffaele Palladino. Der Atalanta-Interimscoach setzt erneut auf Davide Zappacosta, der als rechter Außenverteidiger in 3-4-2-1 frei aufläuft und dabei zwei Assists liefert. Die These: Zappacosta ist Palladinos neuer Gosens – nur schneller. Seine Sprint-Nummer: 34,2 km/h Topspeed, keine einzige Grätsche nötig. „Er versteht mein Timing“, sagte Palladino nach Abpfiff. Für Bergamo bedeutet das: Die Champions-League-Option lebt, Lazio rutschen auf Rang acht.

Die Tabelle lügt nicht: Drei Punkte trennen die Klubs, doch die Richtung ist klar. Sarri muss rotieren, Palladino darf planen. Am Sonntag gastiert Lazio in Cagliari – mit oder ohne Marusic, das entscheidet sich innerhalb der nächsten 48 Stunden.