Santamaría: vom valencia-helden zum trainingsausschluss?
Ein Jahr nach seinem Wechsel von Rennes nach Valencia ist Baptiste Santamaría weit entfernt von seiner Glanzzeit. Der französische Mittelfeldspieler, einst gefeiert für seine Schlüsselrolle im Sieg gegen Athletic Bilbao, scheint in Carlos Corberáns Plänen kaum noch eine Rolle zu spielen. Was ist aus dem Spieler geworden, der im Sommer für rund zwei Millionen Euro verpflichtet wurde?
Die kurze blütezeit im herbst 2025
Es ist kaum zu glauben, dass es erst im September 2025 war, als Santamaría eine herausragende Leistung gegen Athletic im Estadio Mestalla zeigte. Sein Tor zum 0:1 und die entscheidende Vorlage zum 0:2 für Hugo Duro sicherten Valencia den Sieg. Dieser Auftritt ließ auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen, doch die Dynamik hat sich schlagartig geändert.
Nach dem überzeugenden Spiel gegen Athletic wirkte Santamaría noch in den Partien gegen Espanyol und Oviedo wie ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Doch dann begann sein Abstieg. Corberán, der ihm im Sommer sein Vertrauen ausgesprochen hatte, scheint seine Meinung geändert zu haben.
Die Zahlen lügen nicht: Seit Beginn des Jahres 2026 bestritt Santamaría lediglich 82 Minuten in vier Spielen. Sein letzter Einsatz datiert vom 15. Februar, als er in der 88. Minute gegen Levante eingewechselt wurde, um den verletzten Comert zu ersetzen. Ein Einsatz als Innenverteidiger, eine Position, die Corberán in letzter Zeit testet.
Die Copa del Rey brachte ebenfalls keine Wende. Im Spiel gegen Cartagena sah Santamaría in der Verlängerung die Rote Karte und verpasste damit die Chance, sich erneut zu beweisen. Der Sommer-Transfer, einst Hoffnungsträger, wurde zum Problemfall.

Ein winter-abschied verpasst und jetzt?
Wie Raba oder Ramazani, ebenfalls Sommer-Neuzugänge, wurde Santamaría im Wintertransferfenster angeboten. Valencia benötigte finanzielle Flexibilität, und der französische Mittelfeldspieler schien der ideale Kandidat zu sein. Corberán ließ ihn sogar von bestimmten Trainingseinheiten ausschließen und strich ihn aus verschiedenen Kadern. Doch ein Abgang blieb aus.
Die Rückkehr von Comert und Unai Núñez hat die Situation zusätzlich verschärft. Pepelu hat wieder seinen Platz im Mittelfeld zurückerobert, und Santamaría wird nun im Training als Innenverteidiger ausprobiert. Die Frage ist, ob er unter diesen Umständen noch einmal eine Chance erhalten wird. Die einst so vielversprechende Geschichte des französischen Spielers in Valencia scheint auf einem bitteren Ende zuzulaufen. Es bleibt abzuwarten, ob Santamaría im anstehenden Spiel gegen Athletic in San Mamés eine Art Déjà-vu-Erlebnis erleben wird – oder ob er seinen Platz auf der Tribüne einnehmen muss.
