Sanremo top beendet 22-jährige pause – conti holt baudos kult-format zurück

2,8 Millionen saßen am 28. Februar davor, heute Nacht ist Schluss: Carlo Conti schließt in der Studios Fabrizio Frizzi in Rom die zweiteilige Sonderreihe „Sanremo Top“ ab – ein Relaunch, der Pippo Baudos Idee von 1994 erst nach 22 Jahren wieder aufleben ließ.

Der Clou des Formats klingt simpel, zieht aber: Statt neuer Auftritte blättern Conti und seine Gäste die Ranglisten der Festival-Woche auf, erzählen, welcher Song wo landete und wie das Ergebnis die Karrieren veränderte. Sal Da Vinci, Sieger von 2026 mit „Per sempre sì“, steht dabei zweimal auf der Bühne – einmal als Gewinner, einmal als Zuschauer seiner eigenen Geschichte.

Contis gäste bringen die kulissen zum klingen

Contis gäste bringen die kulissen zum klingen

Neben dem Sizilianer gibt sich Nino Frassica ein zweites Mal die Ehre. Der Komiker co-moderierte bereits die fünfte Festival-Nacht und liefert heute Anekdoten nach, die selbst die Regie-Kopfhörer im Ariston nicht mitbekam. Dazu kommen Nicola Savino, Manola Moslehi, Carolina Rey und die Streaming-Expertin Ema Stokholma. Sie alle haben eine Aufgabe: Die 19,9 % Marktanteil der Premiere zu halten – oder zu toppen.

Auch Angelica Bove, Finalistin der Newcomer-Sektion, kehrt zurück. Ihre Debüt-Single stieg nach dem Festival auf Platz drei der italienischen Spotify-Charts ein; heute will sie zeigen, dass dahinter mehr steckt als ein einmaliger Social-Media-Schub. Für die Rai ist der Auftritt ein Testlauf: Wenn die Quote erneut über der 20 %-Marke kratzt, plant die Direktion bereits eine feste Staffel für 2027.

Los geht’s um 21.30 Uhr auf Rai 1 und parallel auf RaiPlay. Conti hat angekündigt, „keine einzelne Note unkommentiert“ zu lassen – ein Versprechen, das ihn selbst in Gefahr bringen könnte, die Sendezeit zu sprengen.

Am Ende bleibt eine Feststellung: Baudos Geist hat die Bühne wieder – und er lacht über die Schultern der Moderatoren, während die Einschaltquoten seine uralte Idee erneut bestätigen.