Sanremo: ex-weltmeister beehren serie d – ein neustart für den fußball?
Ein ungewöhnlicher Anblick in Sanremo: Ehemalige Weltstars wie Paul Pogba, Clarence Seedorf und Christian Karembeu bevölkerten am Sonntag die Ränge des Stadio Comunale. Doch es war mehr als nur ein freundschaftliches Fußballspiel zwischen Sanremese und Club Milano – es war der Auftakt zu einem ehrgeizigen Projekt, das den italienischen Fußball aufmischen will.

Sanremese setzt auf jugend und expertise
Die Partie selbst, das letzte Spiel der Hinrunde in der Serie D, war sportlich irrelevant. Sanremese war bereits gerettet, während die Chancen auf die Playoffs für den Gegner gering waren. Doch die Anwesenheit der prominenten Gäste lenkte die Aufmerksamkeit auf das eigentliche Ziel: den Aufbau einer nachhaltigen Fußballkultur in Sanremo. Die Sanremese, unterstützt von ihrem Vizepräsidenten und Mehrheitsaktionär Christian Karembeu (Weltmeister 1998 mit Frankreich), plant, den Verein nicht nur durch Investitionen in die erste Mannschaft, sondern vor allem durch die Förderung des Nachwuchses zu stärken.
Ein Umdenken ist spürbar. Während die Sanremese in den letzten Monaten bereits für Aufsehen gesorgt hatte – nicht zuletzt durch prominente Gastbesucher wie Fedez und Marco Masini – liegt der Fokus nun klar auf der langfristigen Entwicklung des Vereins. Die Idee ist, aus Sanremo einen neuen Fußball-Hotspot zu machen, ähnlich wie es Como in den letzten Jahren mit der Unterstützung von Fabregas geschafft hat.
Für die kommende Saison wird die Verantwortung für die Jugendakademie an Clarence Seedorf übergeben, eine Legende des Weltfußballs. Als technischer Berater steht Marco Simone zur Verfügung, der bereits mit seinem Verein Monaco United internationale Erfolge feierte. Die Vision von Karembeu und seinem griechischen Partner, Theodoros Ornithopoulos, einem bekannten Namen in der Luxusuhrenbranche, sieht eine Entwicklung des Vereins, die nicht nur auf finanziellen Muskeln, sondern auch auf Know-how und einer engen Bindung zum lokalen Umfeld basiert. Sanremo, mit seiner Nähe zur Costa Azzurra, soll dabei eine ähnliche Rolle spielen wie Como mit seinem berühmten See.
Die Sanremese setzt auf eine Kombination aus moderner Infrastruktur, hochqualifiziertem Personal und dem Engagement für die Region. Ob dieses ehrgeizige Vorhaben gelingt und Sanremo tatsächlich zu einem neuen Zentrum des italienischen Fußballs wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Mit der Expertise von Seedorf und Simone sowie der Leidenschaft von Karembeu hat die Sanremese die besten Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren für Furore zu sorgen.
