Sánchez vicario: pickleball ist „super unterhaltsam“ und tennis braucht neue gesichter
Arantxa Sánchez Vicario, eine Legende des Damen-Tennis, hat im Rahmen des Sports Summit Madrid 2026 ihre Gedanken zum aktuellen Tennisgeschehen, zur aufstrebenden Sportart Pickleball und zu den jungen Talenten im spanischen Tennis geteilt – und dabei eine klare Botschaft an die Medien gerichtet: Lasst die jungen Spieler atmen!
Pickleball: mehr als nur ein trend
Die ehemalige Weltranglistenerste zeigte sich begeistert von Pickleball. „Es ist wirklich super unterhaltsam und sehr familienfreundlich. Jeder kann mitmachen“, erklärte sie. Im Gegensatz zum oft sehr dominanten Tennis bietet Pickleball eine entspanntere Atmosphäre und ermöglicht es sowohl Einzel- als auch Doppelspielern, sich zu amüsieren. „Es ist eine ganz andere Dynamik, man muss ein wenig taktieren, geduldig sein und dann, wenn die Kugel hoch kommt, kann man sie präzise platzieren.“

Spanisches tennis: hoffnungsschimmer und herausforderungen
Beim Blick auf das spanische Tennis äußerte Sánchez Vicario Optimismus, betonte aber auch die Herausforderungen. „Im Herrenbereich haben wir eine außergewöhnliche Qualität, bedauerlicherweise unterbrochen durch Carlos’ Verletzung. Wir hoffen auf eine baldige Genesung, denn das ist das Wichtigste“, so die Expertin. Sie lobte insbesondere Rafa Jodar, der sie mit seinem Spielstil begeistert. „Er hat einen unglaublichen Drive und es macht Spaß, ihm zuzusehen.“ Auch bei den Damen sieht sie viel Potenzial in den jungen Spielerinnen und hofft darauf, dass sie in Zukunft in der Weltrangliste weiter aufsteigen werden.
Badosa und jodar: erwartungen und druck
Zu Paula Badosas derzeitige Situation meinte Sánchez Vicario, dass die Antwort darauf letztlich von der Spielerin selbst kommen müsse. Wichtig sei, dass sie verletzungsfrei sei und ihr volles Potenzial entfalten könne. Bezüglich Rafa Jodars rasante Entwicklung betonte sie, dass dies im Tennis nichts Ungewöhnliches sei. „Er hat die Jugend, die Explosivität und die körperliche Stärke dafür. Der Übergang vom College zum Profi ist zwar anspruchsvoller, aber er hat das Spiel, um auf jedem Belag erfolgreich zu sein. Und wenn er von Verletzungen verschont bleibt, wird er noch lange oben dabei sein.“
Ein Journalist wagte die Frage, ob Jodar das Niveau von Carlos Alcaraz erreichen könne. Sánchez Vicario konterte entschlossen: „Lasst ihn doch erstmal arbeiten! Er hat gerade erst angefangen und braucht etwas Ruhe. Er hat das Tennis dazu und die Möglichkeit, sich noch weiterzuentwickeln. Und vor allem: er muss erst einmal gesund werden.“
Die einzigartigkeit des erfolgs
Zum Abschluss betonte Sánchez Vicario, wie wichtig es sei, die Leistungen der aktuellen Spieler zu würdigen und nicht in veralteten Vergleichen stecken zu bleiben. „Man sollte nicht vergleichen, denn jeder ist anders. Es gibt nur eine Arantxa, so wie es nur einen Nadal oder einen Alcaraz geben kann. Jeder hat seinen eigenen Weg und seine eigene Karriere.“ Sie forderte eine Wertschätzung für die Spieler, die über Jahre hinweg auf höchstem Niveau gespielt haben, und wünschte allen Tennisspielern viel Erfolg für ihre Zukunft.
Die Sportwelt braucht keine Diskussionen über „wer der nächste Arantxa wird“, sondern die Freude am Spiel und die Anerkennung der individuellen Stärken. Nur so kann die Faszination des Tennis für immer erhalten bleiben.
